High Love

Titel: High Love
Autor: Madlen Ottenschläger
Verlag: Carlsen
Originalsprache: Deutsch
Erschienen: Dezember 2013
Taschenbuch, 200 Seiten
Preis: 8,99€
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Inhalt:

Nach ihren Sommerferien in England sind der 16-jährigen Manja plötzlich ihr Leben und ihre beste Freundin Sophie zu langweilig. Deshalb lässt sie sich mit der coolen Kati ein, dem angesagtesten Mädchen der Schule. Sie raucht ihre erste Zigarette und wird schnell zu einer Party der Clique an der Isar eingeladen. Dort lernt sie den attraktiven Moritz kennen und verliebt sich gleich in ihn. Sophie erzählt sie davon nichts, trotzdem scheint diese etwas zu bemerken und drückt Manja so vor der nächsten Party eine Tüte mit Gras in die Hand. Dass die Clique kifft, scheint kein großes Geheimnis zu sein, ebenso bleibt es Manja nicht verborgen, dass auch Moritz häufiger mal was raucht. Anfangs stört sie das wenig, doch schon bald bemerkt sie Aussetzer und bedrohliche Stimmungswechsel bei ihm. Und der charmante Samuel rät Manja öfters, die Beziehung zu beenden. Bevor Manja sich entscheiden kann, kommt es jedoch zu einem Unfall…

Meine Meinung:

Schnell wird man ins Buch gezogen und lernt die mir leicht unheimliche Kati kennen, später dann auch Moritz. Irgendwie konnte ich nicht so richtig verstehen, warum Manja unbedingt zu Katis Clique gehören wollte, schließlich ist Sophie ja auch nicht gerade langweilig und auch schon lange ihre beste Freundin. Diese für „Coolheit“, Kiffen, Rauchen und Moritz aufs Spiel zu setzen, finde ich nicht wirklich schlau. Eigentlich ist mir Manja ganz sympathisch, aber diese Entscheidung kann ich nicht ganz nachvollziehen. Das Thema Drogensucht wurde sehr gut aufgegriffen, auch relativ kritisch. Man erfährt viel über die negativen Seiten-die Abhängigkeit, Blackouts und Stimmungsschwankungen. Gerne hätte ich aber noch etwas mehr Hintergrundwissen erfahren, oder auch, warum Moritz mit dem Kiffen angefangen hat. Für „nur aus Spaß“ ist es bei ihm schließlich etwas häufig, oder? Faszinierend war aber zu sehen, wie das Rauchen von Gras Manjas und Moritz Beziehung zerstört. Ok, manche mögen sagen, dass da mit Liebe von Moritz Seite her eher wenig war, er nur an dem Körperlichem und den Drogen interessiert war, aber ich hatte eigentlich schon den Eindruck, dass er auch in Manja verliebt war. Für Manja war das echt blöd, sie schien wirklich Gefühle für ihn zu haben, und die Autorin hat meiner Meinung nach sehr gut ihren Gefühlszwiespalt beschrieben: Will sie mit Moritz zusammen bleiben, ihm weiterhin Drogen besorgen, oder soll sie auf Sophie und Samuel hören und mit ihm Schluss machen? Ihre Entscheidung am Ende fand ich gut, sie zeugt von einigem gewonnenen Selbstbewusstsein, allerdings kam sie auch sehr spät-zu spät, denn es kommt zu einem blöden Unfall. Hier wurde nochmal auf die Gefahr des Drogenkonsums eingegangen, allerdings hätte ich es besser und ausdrucksstärker gefunden, wenn nicht Sophie, sondern Moritz oder Manja etwas passiert wäre. Trotzdem fand ich das Ende weitestgehend gelungen, nur frage ich mich, was Manja Moritz noch sagen will (hoffentlich will sie Schluss machen) und ob sie nun endlich eine Beziehung mit Samuel eingeht. Die Beiden passen nämlich sehr gut zusammen und ich hätte gerne erfahren, wie es nun mit ihnen ausgeht. Da war das Ende etwas zu offen;) Beachtenswert fand ich aber besonders, wie es die Autorin geschafft hat, den Leser so schnell ins Buch zu ziehen und die Charaktere so gut zu beschreiben. Zu jedem habe ich mir eine Meinung bilden können, sie waren keinesfalls oberflächlich beschrieben, wie man es bei einem Buch von 200 Seiten oft vorfindet. So waren mir Manja, Sophie und Samuel sehr schnell sympathisch, Moritz hingegen konnte ich gleich von Anfang an nicht leiden. Der leicht Jugendliche Touch passt super zum Buch, ist aber trotzdem noch flüssig zu lesen. Es ist bestimmt schwierig, als Erwachsene so zu schreiben, und bei einigen Formulierungen bin ich mir sicher, dass Jugendliche sie so nicht verwenden würden. Das ist aber nicht schlimm, es lässt mich immer nur leicht schmunzeln;) Das Cover passt ebenfalls zum Buch und zum Titel. „High Love“ und ein grünes Cannabisblatt, dahinter ein sich küssendes Paar. Einfach klasse!

Fazit:

Ein rasantes Jugendbuch über die Liebe und-als ziemlichen Gegensatz dazu-die Drogensucht. Absolut empfehlenswert für Jugendliche ab 13, von mir gibt es 5 von 5 Punkten.

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