Das Schwert des Goldschmieds

Titel: Das Schwert des Goldschmieds
Autor: Roland Mueller
Verlag: dotbooks
Originalsprache: Deutsch
Erschienen: 14.02.2013
E-Book, 367 Seiten
Preis: 4,99€
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Inhalt:

Der englische Goldschmied Gwyn soll im Auftrag Venedigs den Sultan um Handelsniederlassungen im Orient bitten. Doch schon auf der Reise in den Orient kann er nur knapp dem Überfall eines Piratenschiffes entgehen. Schon bald trifft er auf Yusuf ibn al-Mansur, einen stolzen und zwielichtigen Mann mit seinen Gefolgsleuten, die ihm ergeben folgen, doch scheinen sie auch keine Räuber zu sein. Gwyn schließt sich dem Beutezug des intelligenten und ihm sympathisch werdendem Yusuf an und begleitet ihn durch das unruhige Land. Sie helfen den Menschen einer belagerten Kreuzritterburg und verbünden sich dafür mit Christen unter der Führung des fiesen Walter von Zwingenspiel, durchqueren die gefährliche Wüste, überleben einen Sandsturm und reisen schließlich nach Bagdad, um beim Sultan ein Gespräch zu erbitten. Doch im Palast der Freude soll sich eine Frau befinden, die verdächtig Gwyns Frau Agnes ähnelt. Gelingt es ihm, sie zu befreien und zurück nach England zu gehen?

Meine Meinung:

Schon auf der ersten Seite wird man mit Gwyns erstem Abenteuer im Orient konfrontiert, nur knapp entgehen sie einem Überfall. Bald darauf trifft er auf Yusuf ibn al-Mansur und erlebt schnell weitere aufregende Ereignisse mit ihm. Allerdings waren es für mich ein paar zu viele Abenteuer und meiner Meinung nach wurden sie immer an der falschen Stelle ausführlicher erzählt, die Fesselnderen hingegen aber immer schnell abgehandelt. Dadurch ist ziemlich viel Spannung verloren gegangen, an sich haben mir die Ideen zu den Ereignissen nämlich gut gefallen. Richtig gut gefallen haben mir jedoch die Beschreibungen des Orients, der endlosen Wüste und des hektischen Bagdads. Sie waren zwar lang, aber keinesfalls langweilig, und man konnte sich Gwyns Umgebung gut vorstellen, besonders den Palast des Sultans, dessen geheime Räume Gwyn und ein Blinder illegal aufsuchen. Das fand ich ziemlich merkwürdig, für mich hätte der Teil locker weggelassen werden können, da er auch nicht gerade packend war. Was ich spätestens ab Gwyns wundersamer Heilung durch einen alten Araber nervend fand, war das ständige Verdeutlichen des Religionsunterschiedes. Ständig werden die Besonderheiten des islamischen Glaubens  beschrieben, was anfangs noch ok war, später die Geschichte aber ziemlich langatmig hat werden lassen. Außerdem konnte mich das Ende nicht wirklich überzeugen, es fiel mir nach einigen negativen Dingen und Problemen einfach zu positiv aus, und Gwyns Beziehung zu Yusuf ist mir immer seltsamer vorgekommen. Gwyn fand ich manchmal auch etwas zu passiv, oft schaut er nur zu und stört sich in seinen Gedanken an manchen Dingen, eingreifen tut er aber nur selten. Und wenn, dann habe ich seine Handlungen als etwas zu heldenhaft oder gut empfunden. Yusuf hingegen fand ich einen ganz tollen Charakter. Stolz, aufrichtig und auch nobel ist er vom Charakter und so hat er auch gehandelt. Allerdings kann ich nicht ganz verstehen, warum er sich so sehr um Gwyn bemüht und sich um ihn kümmert. Warum lässt er sich z.B. wegen Gwyn mit dem fiesen Walter von Zwingenspiel an? Die Verschönerung seines Schwertes fand ich dafür etwas wenig.  Gerne hätte ich mehr über seine Anhänger oder den Blinden im Palast des Sultans erfahren, leider wurden diese Charaktere aber nur oberflächlich angekratzt. Als störend empfunden habe ich auch die sehr langen Kapitel, sie hätten ruhig kürzer sein können. Allerdings gab es keine Rechtschreibfehler und der Schreibstil war angenehm zu lesen, auch wenn ich öfters über manche Namen oder Bezeichnungen gestolpert bin. Das Cover ist ganz gut, jedoch nicht überwältigen oder sonderlich auffallend. Leider ein schwächerer zweiter Teil.

Fazit:

Der erste Teil hat mir deutlich besser gefallen, wer ihn gelesen hat, dem würde ich das Buch aber trotzdem empfehlen. Ohne Vorwissen würde ich aber davon abraten, es ist wahrscheinlich sonst eher schwer, in die Geschichte rein zu kommen, und die Vorgeschichte wird erst relativ spät offenbart. Leider nur 2 von 5 Punkten.

 

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