Yakamoz-Eine Liebe in Istanbul

Titel: Yakamoz – Eine Liebe in Istanbul
Autor: Aygen-Sibel Celik
Verlag: Oetinger
Originalsprache: Deutsch
Erschienen: 01.02.2014
Taschenbuch, 192 Seiten
Preis: 8,99€
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Inhalt:

Obwohl Tuana Noyan in ihrem letzten Türkei-Urlaub nur zweimal getroffen hat, will sie ihn unbedingt wiedersehen. Also überredet sie ihre Eltern, alleine nach Istanbul zu ihrer Großmutter fliegen zu dürfen, unter dem Vorwand, die Türkei näher kennen lernen zu wollen. Als sie schließlich in Istanbul ankommt, schwebt sie im siebten Himmel-schließlich will auch Noyan sie treffen und die erste Verabredung steht schon. Jedoch fällt sie aus allen Wolken, als ihre Cousine behauptet, dass Noyan eine Freundin hat. Waren die ganzen lieben Nachrichten wirklich nur Fake? Hat er sie wirklich belogen? Zwar weiß Tuana, dass Noyan ihre große Liebe ist, aber ist sie auch tatsächlich Noyans?


Meine Meinung:

Durch den sehr angenehmen Schreibstil kommt man schnell in das Buch rein, allerdings ist es nicht wirklich spannend, es ist halt eine Liebesgeschichte. Dazu keine aufregende oder neue, aber doch eine sehr schöne Liebesgeschichte, die öfters mal ins leicht Kitschige abdriftet. Ich finde es von Tuana ziemlich gewagt, nur wegen einem Jungen, den sie zweimal getroffen hat und damit kaum kennt, alleine in eine fremde Stadt zu reisen. Ok, ich glaube auch nicht an die große Liebe oder Liebe auf den ersten Blick, aber was Tuana tut, ist schon ziemlich naiv. Schließlich kann sie sich nicht zu 100% sicher sein, dass Noyan das Gleiche für sie empfindet, oder? Als sie dann bei ihrer Großmutter ankommt und Yaren, ihre Cousine ihr erzählt, dass Noyan ein anderes Mädchen geküsst hat, ist sie auch erst mal ziemlich geschockt. Allerdings hatte ich bei Yaren gleich ein sehr seltsames Gefühl, warum hat sie z.B. nie auf Tuanas Nachrichten geantwortet? Und ihr Verhalten war teilweise schon sehr merkwürdig und leicht verdächtig. Da hat es mich gewundert, dass Tuana ihr so blind vertraut, dabei kennen sich die beiden ja auch nicht so gut. Insgesamt war mir Tuana in ihren Handlungen oft viel zu blauäugig, das hat teilweise echt genervt, wenn sie geradewegs in ihr Unglück rennt. Yaren hingegen war mir total unsympathisch, eine richtig falsche Schlange. Ich war froh, als Tuana ihren Betrug aufgedeckt hat. Und zum Glück hat sie sich dann doch mit Noyan getroffen. Die beiden haben sich gegen meine Erwartungen super verstanden und Noyan schien auch sehr verliebt in Tuana. Nur haben Missverständnisse die zwei immer wieder auseinander gebracht. Die Treffen waren jedoch sehr schön beschrieben, die beiden geben ein schönes Liebespaar ab, aber teilweise war es einfach nur kitschig. Noyan ist echt süß, besonders sein „Tagebuch“, das er Tuana gibt, hat mir super gefallen. Toll sind auch die Orte in Istanbul, die er Tuana zeigt. Diese sind phänomenal beschrieben, man lernt viel über die Kultur, die Menschen und das Land. Es kommt eine richtig schöne Atmosphäre auf, was wohl auch der Hauptgrund dafür ist, dass das Buch keine einfache Liebesgeschichte ist, die man schnell wieder vergisst. Dafür waren die ausführlichen Beschreibungen und kleinen Details viel zu eindrucksvoll und einfach verzaubern. Hier ein großes Lob an die Autorin! Dazu passt das Cover auch super, die Lampen im oberen Teil verbinde ich irgendwie automatisch mit der Türkei. Das Ende kam dann schnell, ohne große Überraschungen oder Wendungen vorher. Ziemlich vorhersehbar, aber was anderes hatte ich ehrlich gesagt auch nicht erwartet. Ein romantisches Date als Abschluss, jedoch bleiben noch einige Fragen offen: Wie erzählt beispielsweise Tuana ihrer Großmutter und ihren Eltern von Noyan? Diese hat sie ja teilweise schon etwas angelogen mit ihrem Aufenthaltsgrund in Istanbul. Wobei ich mir gut vorstellen könnte, dass ihre Oma schon etwas ahnt. Diese ist echt süß, wie sie sich Sorgen um Tuana macht. Eine richtige Großmutter halt;)

Fazit:

Ein faszinierender Sommer in Istanbul, mit einer leicht kitschigen und vorhersehbaren Liebesgeschichte. Trotzdem hat mir das Buch sehr gut gefallen, besonders die durch den Schreibstil hervorgerufene Atmosphäre, und so gibt es von mir 4 von 5 Punkten.

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