Die Schattensurfer

Titel: Die Schattensurfer
Autor: Hubert Wiest
Verlag: Lomoco
Originalsprache: Deutsch
Erschienen: 05.01.2014
Taschenbuch, 280 Seiten
Preis: 13,99€
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Inhalt:

Das Netzwerk von RUHL registriert jeden Gedanken, von jedem und zur jeder Zeit. Wer sich dem entzieht, gilt als Verräter der Gesellschaft, will er diese schließlich nicht an seinen Gedanken teilhaben lassen. Sansibar arbeitet hart auf die Kristallprüfung hin, um endlich auch einen Kristall zu erhalten und ihre Gedanken mit der Menschheit teilen zu können. Nur ein Geheimnis will sie nicht verraten. Als sie dann auf Luan trifft, der wegen eines Diebstahls jede Zukunft genommen bekommen hat und der unbedingt Programmierer werden will, gerät ihre Meinung jedoch gründlich ins Schwanken. Wenn RUHL wirklich so gut ist, wie alle sagen, warum wollen dann manche ihre Gedanken nicht teilen und fliehen stattdessen in die Schattenstadt?


Meine Meinung:

Eine Welt, in der alle deine Gedanken gespeichert werden, keine Geheimnisse mehr-für mich ist diese Vorstellung ziemlich erschreckend. Klar, im Internet beispielsweise geben wir ziemlich viel über uns Preis, aber das ist noch mal eine ganz andere Dimension. Was aber wirklich schockierend ist: Gänzlich abwegig ist die Situation nicht, schließlich soll RUHL ja auch gut für die Menschen sein. Die meisten glauben auch daran und nur schwierig ist dieses Denken abzuwenden. Dies merkt man sehr gut an Sansibar, die mir eigentlich sehr sympathisch ist, da sie durch Luan beginnt, das System zu hinterfragen, dies aber auch schon vorher wegen ihres Geheimnisses getan hat. Außerdem hilft sie Luan, obwohl sie keinen wirklichen Grund dafür hätte. So entsteht zwischen den beiden eine Art Freundschaft, auch wenn sie sich kaum kennen, trotzdem vertrauen und helfen sie einander. Dies fand ich in Bezug auf ihre Umgebung und RUHL allerdings leicht unrealistisch, schließlich wird Sansibar bei ihren Kristallstunden schon ziemlich viel Misstrauen gegenüber Nicht-Kristallträgern eingeflößt. Sehr schön beschrieben fand ich Luan, er ist ein sehr sympathischer Junge mit ehrlichen Zielen, der es von seiner Umwelt aber nicht leicht gemacht bekommt. So bekommt er vom schrillen Betreiber des Luna-Parks eine Stelle in der verbotenen Schattenstadt angeboten, um dort bei den Schattensurfer Attraktionen für den Freizeitpark zu entwickeln. Der Park wird super beschrieben, sehr fantasievoll, was bestimmt jüngeren Lesern sehr gut gefällt. Ein Golden Surfer wäre eine coole Sache;) Insgesamt ist das Buch eher für Jungen zwischen 11 und 14 Jahren ausgerichtet, das merkt man sehr am Schreibstil, aber auch an den Handlungen insgesamt sehr. Wenig Blut, aber schon viel Action, viele Situationen, in der Luan und Sansibar nur knapp ihren Verfolgern entwischen und viele technische und fantasievolle Elemente. Am Anfang hat mir dies sehr gut gefallen, zum Ende hin wurde es aber etwas viel. Das Hologramm und die anschließende schwierige Flucht aus dem Korrekturhaus-meiner Meinung nach etwas übertrieben, auch wenn Jungs dies bestimmt besser gefällt. Ebenso fand ich das Ende übertrieben gut-alle sind glücklich, Sansibar hat ihre Mutter wiedergefunden und Luan kann weiter als Programmierer arbeiten. Richtig gut gefallen haben mir aber die Beschreibungen der Charaktere und die Charaktere an sich. Sie wirken sehr realistisch und besonders die Schattensurfer und der Besitzer des Lunaparks besitzen einen sehr sympathischen Anteil Verrücktheit Gut passen tut auch das Cover, die Farben sind gut gewählt, bilden einen guten Kontrast, und das Motiv lässt etwas auf den Inhalt schließen, passt aber vor allem einfach super zum Titel.

Fazit:

Empfehlen würde ich das Buch Jungen im Alter zwischen 11 und 14 Jahren, für mich war es teilweise etwas zu sehr „Jugend- und Jungenbuch“. Der Großteil, besonders der Anfang, die Charaktere und der Schreibstil haben mir aber sehr gut gefallen. Deshalb gibt es 4 von 5 Punkten.

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