Wo immer du bist

Titel: Wo immer du bist
Autor: Cylin Busby
Verlag: Boje
Originaltitel: Blink once
Erschienen: 15.04.2014
Hardcover, 240 Seiten
Preis: 12,99€
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Inhalt:

West liegt nach einem Unfall im Krankenhaus und kann sich weder bewegen noch sprechen. Während seine Mutter und die Ärzte darum kämpfen, ihm zu helfen, lernt West dort die mysteriöse Olivia kennen. Diese berührt ihn sehr mit ihrer zerbrechlichen, aber auch kämpferischen Art, so sehr, dass er sich in sie verliebt. Nachdem sie lange Zeit die einzige ist, die ihn zu verstehen schien, kann er es kaum erwarten, sie nach seiner Heilung wiederzusehen. Als er jedoch erkennt, was ihr Geheimnis ist, verliert er alle Hoffnung…

Meine Meinung:

Was mich wirklich auf das Buch aufmerksam gemacht hat, ist das wunderschöne Cover. Man sieht ein Mädchen in einem weißen Hemd knapp unter der Wasseroberfläche, in Verbindung mit dem dunklen Hintergrund und dem nicht zu stark hervorgehobenem Titel wirkt es auf mich absolut stimmig. Hierfür ein großes Kompliment!

Von der Geschichte hingegen war ich leider eher enttäuscht. Klar, das ernste Thema wurde berührend und auch emotional rübergebracht, aber die Handlung ist einfach etwas zu sehr dahingeplätschert. Es passiert nichts Aufregendes, nichts Spannendes. Und die Wendung am Ende, naja, spektakulär fand ich sie jetzt nicht gerade. Da hätte man sich definitiv etwas Prickelnderes überlegen sollen! Insgesamt hat es etwas unausgefeilt gewirkt, der Schreibstil war zwar gut, aber manchmal hätte schon etwas genauer beschrieben werden können. Es hat teilweise einfach so gewirkt, als ob die Geschichte noch unfertig wäre, nähere Ergänzungen gefehlt hätten. Ganz zum Schluss hatte ich zwar schon ein paar kleine Tränen im Auge, aber besonders Wests Verhalten am Ende hat mich echt gestört! Warum scheint er es so fast abgeklärt aufzunehmen? Erst ist er total verzweifelt und tut alles für Olivia und dann akzeptiert er das Ende einfach so? Vielleicht hat für mich zu undramatisch nach der vorhergehenden Geschichte gewirkt, vielleicht liegt es auch daran, dass ich insgesamt nicht so gut mit West klargekommen bin.

Schon zu Anfang, als er das erste Mal im Krankenhaus aufwacht, konnte ich mich nicht mit ihm identifizieren, man lernt ihn während dem gesamten Handlungsverlauf kaum kennen-beispielsweise ist eine äußerliche Beschreibung eines Charakters auch mal nicht schlecht, damit man sich diesen wenigstens halbwegs vorstellen kann. Bei West hat mir das gefehlt, da hat man insgesamt sogar mehr über Olivia erfahren. Diese mochte ich total gerne und sie hat so etwas wie Leben in das Buch gebracht mit ihrer geheimnisvollen, aber auch herzlichen und anhänglichen Art-sie ist einfach schwer zu beschreiben! Ihre humorvollen Bemerkungen bringen jedenfalls frischen Wind in die Geschichte.

Passieren tut nämlich wenig und die kurzen Beschreibungen von Wests Tagen im Krankenhaus zwischen Schlafen und Wachzustand konnten mich wenig packen. Da war es immer unterhaltsam für mich, wenn Olivia oder jemand von Wests Freunden ihn besucht hat. Aber es war schön zu sehen, wie West und Olivia sich näherkommen, mal eine etwas andere und ungewöhnliche Art einer Liebesgeschichte-West, der nicht sprechen kann, und Olivia, die ihn teilweise anhimmelt, jedoch auch sehr schnell wieder auf ungeklärte Weise beleidigt ist. Besonders gut dargestellt war der schnelle Beziehungsaufbau von zwei Menschen, die einfach mehr oder weniger keine andere Chance haben, als sich kennenzulernen. Ich meine, sonst war ja niemand im ihren Alter da, der als Freund für Olivia in Frage kam und sie haben sich sehr schnell angefreundet und ineinander verliebt. Dieser Aspekt hat mir super gefallen, er ist so nach dem Motto „Geteiltes Leid ist halbes Leid“.

Fazit:

Ein interessantes Thema mit viel Potential, leider hat mir es etwas an „großen Emotionen“ und Aufregung gefehlt. Dann noch zusätzlich ein unpersönlich gebliebener Protagonist-leider gibt es von mir diesmal keine Leseempfehlung. Für mich ist die Geschichte einfach viel zu unfertig. Aufgrund ganz guter Ansätze, einem tollen Cover und der bezaubernden Olivia gibt es aber dennoch 3 von 5 Punkten von mir.

Vielen Dank an Blogg dein Buch und an Bastei Lübbe für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!

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