Der Totschläger

Titel: Der Totschläger
Autor: Chris Carter
Verlag: Ullstein Taschenbuchverlag
Originalstitel: One by one
Erschienen: 16.06.2014
Taschenbuch, 464 Seiten
Preis: 9,99€
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Hunter und Garcias fünfter Fall

Inhalt:

Detective Robert Hunter erhält einen mysteriösen Anruf. Er soll auf eine Website gehen, auf der er einen gefesselten Mann sieht. Nun soll er wählen-Wie soll das Opfer sterben? Hilflos müssen er und sein Kollege Garcia schließlich zuschauen, wie das Opfer nach ihrer Entscheidung grausam stirbt. Bevor die Ermittlungen richtig losgehen, bekommt Hunter schon den zweiten Anruf: Der Mörder hält ein weiteres Opfer gefangen, doch diesmal lässt er nicht nur Hunter entscheiden-den diesmal ist die Website frei zugänglich…

Meine Meinung:

Das Cover ist mir ehrlich gesagt etwas zu überladen. Der Titel, obwohl er sehr groß ist, geht ziemlich unter. Ganz nett ist jedoch, dass die Kette vom Material her hervorgehoben wurde, ich mag es, wenn man mit dem Finger über ein Cover streicht und Konturen fühlen kann-das ist hier der Fall.

Hunter und seinen Kollegen Garcia kennt man ja schon aus den vorherigen Bänden und wieder erfährt man ein paar Informationen aus ihrer Vergangenheit und Sachen über sie mehr. Es wird deutlich, was für ein Genie Hunter wirklich ist, teilweise ist sein Wissen schon fast unheimlich. Sehr sympathisch macht ihn aber, dass er dann immer sagt: „Das habe ich mal gelesen.“ Und erneut war ich darüber erstaunt, wie wenig Schlaf er braucht und dass er anscheinend kein Privatleben besitzt. Das hat mir etwas gefehlt, ich finde es gut, wenn es sich nicht immer nur um die Ermittlungsarbeit dreht, so als Abwechslung. Garcia wirkt im Vergleich mit ihm immer so „normal“. Er hat ein richtiges Privatleben bzw. man erfährt, dass ein solches definitiv vorhanden ist, und er scheint nicht immer alles zu wissen. Manchmal ist mir Hunter nämlich einfach zu genial und scheinbar allwissend.

Das hat mich am Ende auch extrem gestört. Die ganze Zeit kommen die Beiden mit ihrer Ermittlungsarbeit nicht wirklich voran, sie finden zwar immer wieder Hinweise, einen richtigen Hauptverdächtigen gibt es jedoch nicht. Okay, sie befragen mal eine Person etwas genauer, aber auf die Spur des Mörders kommen sie nur durch einen von Hunters plötzlichen Geistesblitzen. Realistisch?-Meiner Meinung nach nicht wirklich.

Was jedoch wieder sehr positiv auffällt, ist Chris Carters ausführlicher Schreibstil. Jedes Detail wird beschrieben, gleichzeitig versteht er es zu meinem Leidwesen aber auch super, Spannung aufzubauen. Neben der fesselnden Handlung erzeugt er nämlich auch durch Perspektivenwechsel Neugierde beim Leser. Immer dann, wenn etwas Aufregendes passiert, Garcia und Hunter irgendetwas Schockierendes finden, ist ein Kapitel zu Ende und man kann es kaum erwarten, dass der andere wieder erzählt. Hierfür ein großes Kompliment!

Manche könnten jedoch wohl sagen, dass Chris Carter an manchen Stellen, den Morden, zu ausführlich beschreibt. Diese sind wirklich brutal, teilweise auch leicht Ekelerzeugend, was bestimmt nicht jedermanns Sache ist. Ich fand es jedenfalls noch erträglich, es war nicht zu schlimm geschildert, „Der Totschläger“ würde ich aber trotzdem zu einem der wenigen Thrillern zählen, bei dem die Morde wirklich ausgesprochen genau dargestellt werden. Also sieht dies mal als Warnung!

Besonders gut gefallen hat mir auch, wie der Autor das Internet mit einbindet. Er stellt die Gefahren des Cybernetzes und die Nachteile für die Behörden super dar, ebenso bringt er auch den Leser und Internetuser zum Nachdenken. Wie würde man selbst auf eine solche Website reagieren? Würde man auch voten?

 

Fazit:

Brutal, mit zwei sehr unterschiedlichen Ermittlern und sehr genau beschrieben-trotz immer wieder auftretenden kleineren Schwachstellen in diesen Punkten konnte mich „Der Totschläger“ insgesamt sehr von sich begeistern. Definitiv ein echter Page-Turner und absolut etwas für hartgesottene Thriller-Leser-teilweise ist es nämlich schon recht heftig! Von mir gibt es jedenfalls 4 von 5 Punkten.

 

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