Margos Spuren

Titel: Margos Spuren
Autor: John Green
Verlag: dtv
Originaltitel: Paper Towns
Erschienen: 01.11.2011
Taschenbuch, 334 Seiten
Preis: 8,95€
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Inhalt:

Margo ist verschwunden. Letzte Nacht hat Quentin sie noch auf ihrem persönlichen Rachefeldzug quer durch die ganze Stadt begleitet, und nun ist sie einfach weg. Obwohl lange Zeit Funkstille zwischen ihnen geherrscht hat, ist Quentin sich sicher, dass er sie gut kennt, schließlich ist Margo das Mädchen, das ihn schon seit ihrer Kindheit stark beeindruckt hat. Auf der Suche nach ihr muss er jedoch erkennen, dass er sie vielleicht doch nicht so gut gekannt hat und das nicht immer alles so ist, wie es aussieht…


Meine Meinung:

John Greens Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, unterscheidet er sich stark von dem anderer Autoren. Woran genau das liegt, kann ich gar nicht so genau sagen, aber er schafft es immer, dass ich mir seien Charaktere total bildlich vorstellen kann und sie mir im Laufe eines Buches total ans Herz wachsen. Meistens sind sie sehr ungewöhnlich, so auch Margo, die man als Leser nur kurz kennenlernt.

Margo ist ein ziemlicher Freigeist und liebt verrückte und spontane Aktionen und Quentin, aus dessen Sicht das Buch geschrieben ist, bewundert sie total, ist sogar in sie verliebt. Als sie eines Nachts nach langer Funkstille vor seinem Fenster aufkreuzt und ihn bittet, ihr bei einer Unternehmung zu helfen, willigt der sonst so vernünftige Junge ein. Leider ist mir Quentin oft viel zu willenslos vorgekommen. Er hält sich meist an alle Regeln die seine Eltern ihm setzen, lässt sich total von Margo beeinflussen-an sich selbst scheint er anfangs kaum zu denken. Seine Entwicklung im Laufe des Buches und seine schlussendliche Reife haben mir hingegen sehr gut gefallen und sie waren auch noch relativ realistisch-nicht zu viel, dass man das Gefühl bekommen hätte, er habe die Weisheit mit Löffeln gegessen, sondern in einem erträglichem Maße;)

Ich fand es faszinierend zu lesen, wie wir uns von anderen Menschen beeinflussen lassen und uns auch über sie identifizieren. Ich meine, Quentin ist total auf Margo fokussiert, betet sie geradezu an, muss jedoch im Laufe des Buches die bittere Erfahrung machen, dass er Margo vielleicht doch nicht so gut kannte, wie er dachte, er in ihrer Abwesenheit neue Facetten an ihr entdeckt. Denn nach ihrer gemeinsamen, erlebnisreichen Nacht ist Margo fast spurlos verschwunden-nur Quentin meint, dass sie Hinweise für ihn hinterlassen hat und folgt diesen zweifelhaften Spuren quer durch die USA. Dabei denkt er aber auch nicht nur über Margo nach, sondern auch über sich und sein Leben. Während dieser Suche muss er nämlich erkennen, dass nicht immer alles so ist, wie es scheint. Deshalb gefällt mir auch der englische Titel, „Paper Towns“, sehr gut, er passt einfach viel besser als der Deutsche.

Unterstützt wird er dabei von seinen Freunden Radar, Ben und Lacey. Diese waren ebenso ungewöhnlich wie Quentin und Margo, aber Ben war mir schon fast etwas zu bizarr. Zusammen machen sie sich gegen Ende des Buches dann auf einen Roadtrip durch die USA, auf die Suche nach Margo. Dieser Teil hat mir weitaus am besten vom ganzen Buch gefallen! Oftmals ist es anfangs sehr zäh und von mir aus hätte ruhig etwas gekürzt werden können, da auch relativ wenig passiert, am Schluss geht es jedoch erlebnisreich und unterhaltsam zur Sache.

 

Fazit:

Ein gelungenes Jugendbuch über Identität und Selbstfindung, geschrieben in John Greens unvergleichlichem Schreibstil. Allerdings war ich von „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ deutlich begeisterter als von „Margos Spuren“. Trotzdem würde ich das Buch allen Jugendlichen empfehlen und gebe 4 von 5 Punkten.

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