Anne Bonny-Piratenleben

Titel: Anne Bonny – Piratenleben
Autor: Ann-Kathrin Speckmann
Verlag: Merquana Verlag
Originalsprache: Deutsch
Erschienen: April 2014
Taschenbuch, 218 Seiten
Preis: 12,95€
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Inhalt:

Die fünfzehnjährige Anne hasst ihr Leben in South Carolina. Zehn Jahre lang wurde sie von ihrem Vater als Junge erzogen und alle in England hielten sie auch für einen Jungen. Ihre neuen Pflichten sind ihr lästig und am liebsten würde sie einfach mit einem der Schiffe wegfahren, die täglich im Hafen anlegen. Als sie dann noch ihren Jugendfreund Michel heiraten soll, platzt ihr der Kragen. Zusammen mit dem jungen Schiffsjungen James Bonny, denn sie im Hafen Charleston kennengelernt hat, heuert sie auf einem Schiff an, verkleidet als Junge. Ihr Ziel: New Providence, die Heimat der Piraten.


Meine Meinung:

Das Cover gefällt mir echt gut, statt einem perfekten, wie fotografiert wirkendem Coverbild ist ein Mädchen mit tollen blauen Haaren abgebildet, das wie gemalt wirkt. Diese Technik finde ich klasse und besonders die blauen Haare passen super zum Thema des Buches, man assoziiert die Farbe gleich mit dem Meer.

Ebenfalls auffallend sind die sehr große Schrift und leider auch ein paar Rechtschreib- und Kommafehler, die im Laufe des Buches zu finden sind. Der Schreibstil an sich ist sehr gut zu lesen, der jugendliche Ton wirkt ungezwungen, schließlich ist die Autorin selbst erst 18. So passt er auch gut zu Anne, aus deren Sicht die ganze Zeit geschrieben ist.

Diese ist eine sehr interessante Hauptprotagonistin und hat von ihrem Verhalten viel Ähnlichkeit mit einem Jungen. Sie ist sehr selbstbewusst und mutig, wirkt dadurch aber manchmal auch leicht überheblich und zu selbstüberzeugt. Anne rebelliert gegen die Bevormundung ihrer Eltern und schreckt so selten vor einem Streit oder auch einem Kampf zurück. Wirklich gut war das Kapitel, das ihre Vergangenheit schildert, von ihrem Leben als Junge erzählt. Schon deshalb war sie für mich ein sehr faszinierender Charakter.

Man begleitet Anne auf ihrem Weg raus aus ihrer Familie in South Carolina auf ein Schiff, die Black Star, auf der sie sich als Junge ausgibt. Es war wirklich spannend zu lesen, da einige Szenen wirklich fesselnd geschrieben waren. Beispielsweise, wie sie sich an ihren Eltern rächt oder wie genau sie sich auf die Black Star schmuggelt. Echt beeindruckend, dass dies wohl wirklich so passiert ist! Ann-Kathrin Speckmann scheint gut recherchiert zu haben, auch wenn es schon sehr abenteuerlich ist, was Anne Bonny erlebt und getan hat.

Jedenfalls wird es richtig packend, als Anne auf der Black Star ist und dort auf Taine, den fiesen Kapitän stößt, der seine Mannschaft schuften lässt, ohne selbst einen Finger zu rühren, und der offensichtlich etwas verbirgt. Die weiteren Charaktere waren nämlich auch sehr gut beschrieben, allerdings waren sie mir im Gegensatz zu Anne durchgehend unsympathisch. Da bildet nur Jack eine Ausnahme, den man gegen Ende des Buches kennenlernt. Er ist Pirat und kommt sehr sympathisch rüber, er handelt weitaus bedachter als sonstige Charaktere und ist auch zu Anne sehr freundlich, obwohl er ihr ebenso leicht misstrauisch gegenüber steht. Warum dies so ist, klärt sich gegen Ende und ich hoffe auf noch weitere Erklärungen in einem Folgeband.

Denn dies ist mein einziger kleiner Kritikpunkt: Das Buch trägt den Untertitel „Piratenleben“, aber Anne ist noch kein Pirat, hat gerade erst die Bekanntschaft von solchen gemacht, als das Buch schon wieder endet. Hier hoffe ich wirklich auf einen zweiten Teil, da ich mir ihr Leben als Pirat besonders interessant vorstelle!

Fazit:

Eine außergewöhnliche Protagonistin, eine packende Handlung und viele Abenteuer-obwohl wahrscheinlich besonders Kinder für Piraten schwärmen, ist „Anne Bonny-Piratenleben“ auch absolut für Jugendliche und Erwachsene lesenswert! Ich kann es Euch nur ans Herz legen und vergebe 5 von 5 Punkten.

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