Mein Bild sagt mehr als deine Worte

Titel: Mein Bild sagt mehr als deine Worte
Autor: David Levithan
Verlag: cbt
Originaltitel: Every You, Every Me
Erschienen: 10.03.2014
Taschenbuch, 288 Seiten
Preis: 7,99€
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Inhalt:

Ethan fühlt sich schuldig für das, was mit seiner besten Freundin Ariel passiert ist. Seit sie nicht mehr da ist, ist er einsam und zieht sich immer mehr in sich selbst zurück. Eines Tages jedoch findet er im Wald ein Foto von sich selbst, das erst vor Minuten entstanden sein kann. Von da an fühlt er sich verfolgt, denn es tauchen immer mehr Bilder auf, von ihm, von Ariel und auch von ihrem Freund Jack. Er weiht diesen ein und gemeinsam versuchen sie herauszufinden, was ihnen der unbekannte Bilderleger sagen will. Dabei erfahren sie immer mehr über den Tag, an dem Ariel gegangen ist…


Meine Meinung:

Ich muss sagen, ich war echt sehr gespannt auf dieses Buch. Das Cover gefällt mir nämlich sehr gut und sowohl der Titel als auch der Klappentext haben sehr neugierig gemacht. Ein Junge, der seine beste Freundin verliert, und dann plötzlich überall Bilder findet? Diese Idee hatte es mir angetan und anfangs war ich begeistert.

Das Buch besteht im Prinzip aus sehr unterschiedlichen Briefen, die Ethan in Ariels Abwesenheit an sie schreibt. So bekommt man seine Gedanken und Gefühle wirklich hautnah mit, die von Schuldgefühlen und Trauer bis hinüber zu Wut auf Ariel reichen. Besonders durch durchgestrichene Sätze, ein ungewöhnliches Element in Büchern, bekommt man sein Gefühlschaos sehr gut mit. Ebenso fand ich es eine tolle Idee, die Bilder die Ethan findet, wirklich im Buch zu zeigen. Diese strahlen in Verbindung mit Ethans häufig sehr düsteren Gedanken eine ziemlich bedrückte Stimmung aus. Ich war wirklich angetan von Levithans Schreibstil, wie er diese ganzen Gefühle übermittelt hat, aber auch die Bilder, die alle leicht bedrohlich waren, haben mir gefallen, auch wenn ich mir Jack, Ethan und Ariel anders vorgestellt habe.

Ariel hat Ethan wirklich viel bedeutet und man merkt deutlich, dass er mehr für sie empfunden hat als nur Freundschaft. Er war stark auf sie fixiert, manchmal hat es schon fast krankhaft gewirkt. Dementsprechend hat er außer ihr nicht viele Freunde, da er auch eher still und zurückhaltend ist und hat sich nur wegen Ariel etwas mit ihrem Freund Jack befreundet. Ethan lernt man sehr gut kennen, aber auch bei Ariel hatte ich durch die vielen Erinnerungen von Ethan und Jack das Gefühl, sie irgendwie zu kennen. Im Laufe des Buches erfährt man immer wieder Neues über sie, muss ständig seine Meinung ändern und bekommt langsam mit, wie Ethan und Jack hinter ihr Geheimnis stoßen. Bis dahin hat es mir auch wirklich gut gefallen.

Dann jedoch kam das Ende und damit auch die Auflösung. Und diese konnte mich mal gar nicht überzeugen!!! Ehrlich gesagt war ich wirklich enttäuscht, aber anscheinend wollte der Autor unbedingt versuchen, den Leser zu überraschen. Dies ist ihm gelungen, allerdings in sehr negativer Weise. Die Hintergründe für die Konfrontation mit Bildern von Ethan und Jack fand ich absolut unpassend und unrealistisch! Ebenso konnte mich das, was mit Ariel passiert ist, gar nicht zufriedenstellen. Levithan lenkt den Leser mit seinen Gedanken in eine eigentlich sehr klare Richtung, man denkt, was mit Ariel passiert ist, und dann kam dieses Ende, das alles über den Haufen wirft und einfach gar nicht passt!!! Vielleicht gibt es Menschen, die dies anders sehen, aber ich war nach Beenden des Buches echt sauer!

Fazit:

Ein interessanter und ungewöhnlicher Ansatz, der mich zu Anfang sehr überzeugen konnte, aber leider war es dann schnell zu viel des Mysteriösen und besonders das Ende konnte mich gar nicht überzeugen. Wer jedoch eine berührende Geschichte über Liebe und Freundschaft mit traurig und auch deprimiert machenden Elementen lesen möchte, ist hier richtig. Von mir gibt es aber nur 3 von 5 Punkten.

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2 Gedanken zu „Mein Bild sagt mehr als deine Worte

  1. Mensch, ich hab so lang nicht kommentiert, dass ich sogar schon auf „ältere Beiträge“ klicken muss. Schande über mein Haupt, wie konnte das passieren? Womöglich habe ich jetzt noch meinen Top-Kommentatoren Status verloren?! Das wäre grausam 😀

    Ich kann dir nur zustimmen, dass Cover und auch die Beschreibung klingen wirklich super. Spannend finde ich vor allem den Gedanken, dass ein Junge eine beste FreundIN hat. Mal ehrlich, dass geht so selten gut…

    Klingt bisher alles super. Ich liebe solche Bücher, die nicht einfach runter geschrieben werden, sondern die irgendwie… lebendig sind. Gestrichene Worte, Bilder, Briefe was auch immer…

    Oh je, das blöde Ende ist echt schade. Der Rest schreit gleich Wunschliste, aber das Ende ruft: Nimm mich nicht! Da meine Wunschliste eh viele viele Vielleichtbücher enthält, kann eins mehr auch nicht schaden.
    Wie heißt der Mensch denn jetzt? Evan oder Ethan? In der lovelybooks Kurzbeschreibung heißt er Evan ^^

    Ein schönes Wochenende wünsche ich dir 🙂
    Julia

    • Haha, besser spät als nie;) Und deinen Sternchenstatus, wie ich ihn immer nenne, hast du noch nicht verloren;)

      Hmm, in den meisten Fällen leider nicht. Dafür sind Jungs und Mädchen oft einfach viel zu unterschiedlich, denke ich. Oder eienr/eine verliebt sich halt in den anderen;)

      Lebendig ist das Buch auf jeden Fall und ich denke, es könnte dir auch gefallen, nur war ich halt am Ende ziemlich frustriert. Kann dir da ja aber auch anders ergehen;) Und alleine schon wegen dem Cover würde ich mir das Buch kaufen;) Finde es irgendwie einfach klasse:)

      Opps…er heißt Evan…danke für den Hinweis;)

      Dir auch! Und viele LG!

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