Einfach.Liebe.

Titel: Einfach. Liebe.
Autor: Tammara Webber
Verlag: blanvalet
Originaltitel: Easy
Erschienen: 21.10.2013
Taschenbuch, 384 Seiten
Preis: 8,99€
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Inhalt:

Als Kennedy Jaqueline nach drei Jahren Beziehung einfach so abserviert, ist Jaqueline am Boden zerstört. Wegen ihm hat sie ihren Wunsch, an einer Musikhochschule zu studieren, aufgegeben, und ist stattdessen mit ihm an die gleiche Uni gegangen. Als ihre beste Freundin Erin sie schließlich dazu überredet, mit ihr auf eine Party zu gehen, ahnt Jaqueline nicht, dass sie kurz darauf beinahe vergewaltigt wird. Allerdings ahnt sie auch nicht, dass sie von dem unverschämt gut aussehenden und stillen Lucas gerettet wird und bald zwischen ihm und ihrem Tutor Landon, den sie bisher nur per E-Mail kennt, hin- und hergerissen sein wird…

Meine Meinung:

Gerade nach dem Cover hatte ich mit einer ziemlich klischeehaften und auch kitschigen Liebesgeschichte gerechnet und bei weitem nicht mit so vielen Gefühlen gerechnet. Denn Tammara Webber ist es aufgrund ihres tollen Schreibstils und detaillierten Beschreibungen schon nach wenigen Seiten gelungen, mich in die Geschichte reinzuziehen. Jaqueline, von Kennedy Jackie genannt, kam mir zwar anfangs reichlich naiv und unbedarft vor, aber mit der Zeit lernt man sie besser kennen und merkt, dass sie deutlich mehr aushalten kann, als man ihr zutrauen würde. Im krassen Gegensatz hierzu steht ihre beste Freundin, die zugegebenermaßen stellenweise schon relativ klischeehaft dargestellt wurde. Sie ist beliebt, quirlig und meistens auch viel zu aufgedreht, aber auch irgendwie total sympathisch, wie sie immer zu Jackie steht.

Denn hier kommt der größte Kritikpunkt: Während beispielsweise Lucas und Erin nach Jaquelines fast Vergewaltigung durch Buck fest hinter ihr stehen, gibt es manche, die dies nicht wahrhaben bzw. es vertuschen wollen, um das Ansehen ihrer Studentenverbindung zu wahren. Klar, so was gibt es wahrscheinlich schon, aber ich finde, dass es schon eine etwas falsche Botschaft rüberbringt, so nach dem Motto, es wird schwer für euch sein, andere dazu zu bringen, euch zu glauben usw.. Und das, obwohl es sich hier um ein Buch für Jugendliche und junge Erwachsene handelt. Außerdem hat es mir nicht so gefallen, dass Jaqueline sich bewusst mit einem Tutor einlässt bzw. diesen noch nicht mal zur Rede stellt deshalb (was genau ich meine, werdet ihr beim Lesen des Buches erfahren).

Des Weiteren fand ich die Handlung manchmal etwas langatmig und teilweise auch leicht öde. Oft liest man nur von Gesprächen zwischen Erin, einer anderen Studentin oder einem anderen Student und Jackie, die jedoch nicht sehr interessant waren.

Wirklich gut gefallen hingegen hat mir die Liebesgeschichte zwischen Lucas und Jaqueline. Mit Lucas hat die Autorin einen wirklich tollen männlichen Protagonisten geschaffen, stark, zugleich aber auch verletzlich. Und hinter seinem zweiten Geheimnis versteckt sich eine schockierende, jedoch ebenso gut ausgesuchte Geschichte, die mich sehr in ihren Bann gezogen hat.

Fazit:

Nicht perfekt, aber definitiv lesenswert! Tammara Webber hat in „Einfach-Liebe“ interessante  Charaktere geschaffen und verzaubert mit einer Liebesgeschichte mit ganz viel Gefühl. Und alleine den Titel finde ich schon klasse. Ich kann euch das Buch also nur empfehlen und vergebe 4 von 5 Punkten.

 

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2 Gedanken zu „Einfach.Liebe.

  1. Hallo,

    das Cover finde ich irgendwie ganz nett, ich bin zwar nicht der Pink-Freak aber es gefällt mir in diesem Zusammenhang irgendwie.
    Der Klappentext spricht mich dagegen so überhaupt gar nicht an, weil ich Dreiecks Geschichten nicht so mag. Außerdem stimme ich dir zu, dass es nach Klischee aussieht (wobei die Fast-Vergewaltigung neu ist) und am Ende nimmt sie Lucas eh.

    „Klar, so was gibt es wahrscheinlich schon, aber ich finde, dass es schon eine etwas falsche Botschaft rüberbringt, so nach dem Motto, es wird schwer für euch sein, andere dazu zu bringen, euch zu glauben usw..“
    Ich weiß ja nicht, wie genau dieser Punkt in dem Buch dargestellt wird, aber ich finde persönlich wenn gesagt wird „Es wird schwer sein, es wird Leute geben, die denken du willst dich nur wichtig machen, es wird Leute geben, die sagen du hast es provoziert, ABER: es gibt auch Leute die hinter dir stehen, also tu es und zeig dieses ****** an, tu etwas dagegen und versteck dich nicht vor Scham“ dann ist die Botschaft sehr richtig. Wenn natürlich übertrieben gesagt suggeriert wird, man kann das mit der Anzeige auch gleich lassen, weil einem kein Mensch glaubt, dann ist das schon echt furchtbar. Ich finde, man sollte grundsätzlich bei so was Anzeige erstatten. Letztendlich steckt man aber nicht in den Menschen drin, die so etwas erlebt haben, ich gehöre Gott sei Dank nicht dazu.

    Ich glaube, das Buch wandert erst mal auf die Vielleicht-Wunschliste. Die Dreiecksbeziehung begeistert mich ja nicht so ganz…

    Einen schönen Samstag 🙂
    Julia

    • Hey,

      also so viel kann ich dir sagen: es ist keine richtige Dreiecksgeschichte, auch wenn es anfangs so scheint. Und Jackie schriebt ja auch nur mit Landon;)
      Haha, wie konntest du das nur erratenXD

      Stimmt schon, allerdings gab es für mein Empfinden zu viele, die gesagt haben, lass es bleiben, bring unserer Studentenverbindung keine Schande, kannst doch froh sein, dass dich dieser Typ vergewaltigt hat, usw. und nur wirklich wenige, die sie unterstützt haben, zumal ein Mädchen ja dann auch wirklich von diesem Typen vergewaltigt wurde. Und naja, aber am Ende kommt auch noch mal eine Stelle, die ich ziemlich übertrieben und unrealistisch fand, aber auch noch einen großen Schatten über das Anzeige erstatten wirft. Aber in dem Punkt, dass amn auf jeden Fall Anzeige erstatten sollte, stimme ich dir 100 pro nur zu!

      Wie gesagt: es ist eigentlich keine Dreiecksbeziehung und wenn du mal Lust auf viele Emotionen und einen etwas kitschigen Roman hast, kann ich dir das Buch nur ans Herz legen;)

      Dir auch noch!

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