Kjell-Versuchung der Ewigkeit

Titel: Kjell-Versuchung der Ewigkeit
Autor: Evelyn Boyd
Verlag: im.press
Originalsprache: Deutsch
Erschienen: 08.01.2015
E-Book, 238 Seiten
Preis: 3,99€
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Dies ist der zweite Teil der Seerosen-Saga um Sofie und Kjell. Spoilergefahr!

Inhalt:

Nach Kjells Tod zieht sich Sofie völlig zurück und versucht Kjell zu vergessen. Um den Erinnerungen zu entkommen, reist Sofie als Betreuerin einer Jugendgruppe nach Finnland und lernt dort den attraktiven Kimi kennen, der dem Flirten mit ihr alles andere als abgeneigt ist. Allerdings kann Sofie Kjell nicht vergessen-erst recht, als sie meint, an jedem See Kjell zu sehen und seinen unverkennbaren Geruch zu riechen…

Meine Meinung:

Das Cover mit dem Eisblau und Lila gefällt mir deutlich besser als das des ersten Teils, es wirkt kühler und geheimnisvoller, gleichzeitig wirkt das Mädchen sehr sehnsuchtsvoll, wie es auf den See vor sich schaut. Das greift die Stimmung, die die Geschichte schafft, super auf und hat mich damit wirklich neugierig auf das Buch gemacht.

Das Ende von Band 1 fand ich ja ziemlich enttäuschend, es hat mich zwar dazu verleitet, gleich den zweiten Teil zu lesen, aber gefallen hat es mir nicht. Leider hat mir aber auch der Anfang von Teil 2 nicht gut gefallen, Evelyn Boyds Schreibstil an sich ist angenehm zu lesen, allerdings ist er weiterhin  viel zu oberflächlich und kurzweilig, sogar noch ausgeprägter als im ersten Teil. Dies hat mich gewaltig gestört, eine Handlung folgt der nächsten und im Laufe des Buches lernt man kurz nach der Begegnung mit einer Fee einen Trollfisk und dann auch noch Feuer- und Eistrolle kennen. Hier wurde finde ich zu sehr versucht, möglichst viele Fabelwesen und Abenteuer in eine Geschichte zu pressen. Es wirkt übertrieben, konnte mich bald nicht mehr packen und hat viel an der mysteriöser Stimmung eingebüßt, die mir in Band 1 so gut gefallen hat. Eine weitere Gemeinsamkeit mit dem ersten Teil, das blöde Ende, ist hier außerdem zu finden. Ebenfalls viel zu übertrieben, übertrieben glücklich, sodass ich beinahe das Gefühl hatte, das der Schmalz aus dem Buch tropft. Das hat mich wirklich richtig geärgert!

Zusätzlich scheint Sofie so gar nichts dazugelernt haben, wenn es möglich ist, hat sie mich sogar noch mehr mit ihrer Unbedarftheit und „Gefahrignoriererei“ genervt als in Band 1. Entwicklung war da wirklich null zu entdecken! Außerdem finde ich es ziemlich unrealistisch, wie viel sie bereit ist für Kjell zu geben. Ich meine, die beiden kennen sich eigentlich kaum, haben wenig Zeit miteinander verbracht, und trotzdem will Sofie alles für ihn opfern. Das war mir etwas zu viel an Seifenoper und großer Liebe. Kjell lernt man als Leser immer noch nicht so richtig gut kennen, seine Gedanken bleiben mir zu entfernt, aber ihn hat Evelyn Boyd finde ich viel zu sehr verweichlicht. Der Kjell aus Band 1 durchlebt plötzliche Stimmungswechsel, stößt Sofie immer wieder von sich und ist alles andere als nett zu ihr-der Kjell aus diesem Teil jedoch fällt nur durch seine übertriebene Eifersucht auf, sonst wirkt er total sanft, verweichlicht und eher wie Sofies Schoßhündchen. Das hat mich stark genervt und einziger kleiner Lichtblick war da für mich Kimi. Dieser ist zwar manchmal sehr anzüglich und eitel, aber gleichzeitig auch immer unterhaltsam. Ich konnte gar nicht anders, als ihn sympathisch zu finden, nur leider hatte er eher einen kurzen Auftritt.

 

Fazit:

„Kjell-Versuchung der Ewigkeit“ war für mich absolut enttäuschend. Evelyn Boyd ist mir hier viel zu sehr auf die Happy End-Schiene abgerutscht und insgesamt wirkt das Buch viel zu übertrieben und konstruiert. Da hätte man es eher bei nur einem Teil belassen sollen! Deshalb gibt es von mir für diesen zweiten Teil leider keine Leseempfehlung und nur 2 von 5 Herzen.

2 Herzen

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