Dein letztes Solo

Titel: Dein letztes Solo
Autor: Sona Charaipotra, Dhonielle Clayton
Verlag: Heyne fliegt
Originaltitel: Tiny Pretty Things
Erschienen: 22.06.2015
Taschenbuch, 480 Seiten
Preis: 12,99€
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Inhalt:

Bette ist die unangefochtene Königin der Ballettakademie und führt ein nahezu perfektes Leben-bis plötzlich die dunkelhäutige Gigi auftaucht und die mit ihrer exotischen, fröhlichen Art die gesamte Ballettakademie aufwirbelt. Dazu scheint sie auch noch beim Leiter der Akademie höchst beliebt zu sein, denn statt Bette, die die Hauptrolle in der nächsten Nussknacker-Aufführung schon für sicher geglaubt hat, erhält Gigi die ersehnte Rolle-und die hyperehrgeizige June wird deren Zweitbesetzung. Damit beginnt der knallharte Wettbewerb um die nächsten Rollen; nur eine kann die Beste sein. Und auf dem Weg nach oben scheint den drei Mädchen jedes Mittel recht zu sein….

Meine Meinung:

Gleich vorweg: Eine einzige, mehr als alptraumhaften Ballettstunde ist meine ganze Erfahrung was das Tanzen anbelangt-somit würde ich nicht sagen, dass das Buch nur etwas für eingefleischte Ballettfans ist;) Gerade dieses Eintauchen in eine für mich komplett neue Welt hat für mich den Reiz an dieser Geschichte ausgemacht. Das Debütromanduo Sona Charaipotra und Dhonielle Clayton scheint entweder sehr gut recherchiert, oder einiges an persönlichen Erfahrungen zu haben, denn das Buch ist äußerst detailliert in Bezug auf das Tanzen und das gemeinsame Leben in einer Ballettschule. Die täglichen Intrigen mit gigantischem Ausmaß mitzuverfolgen, die ganzen schnell wechselnden Beziehungen zu erleben, war mir mich sehr interessant, auch wenn ich mich frage, ob die Geschichte nicht etwas überspitzt ist.

Abwechselnd wird aus der Sicht von Gigi, June und Bette erzählt. Richtig sympathisch war mir keines der drei Mädchen, aber bei allen wurde sehr gut der Hintergrund, der Antrieb für ihr Handeln, beleuchtet, sodass die Charaktere schön vielfältig wurden und man sich doch irgendwie gut in alle hineinfühlen kann. Gigi scheint jedoch noch die Netteste zu sein, wobei ich bei ihr in manchen Situationen ein ziemlich hinterlistiges Gefühl hatte. Sie sticht unter den anderen Ballerinas hervor-nicht nur wegen ihrer Hautfarbe, wegen der sie für die meisten schon eine Außenseiterin ist, sondern auch wegen ihrem sonnigen Gemüt-dieses steht im krassen Gegensatz zu den hinterhältigen, intriganten anderen Ballettschülern; beste Beispiele: Bette und June. Durch ihr Talent und gewissen anderen Dingen macht sich Gigi schnell zum liebsten Opfer der täglichen Angriffe und Anfeindungen. Bette geht dabei ziemlich heftig zur Sache, sieht Gigi als diejenige an, die ihr alles wegnimmt, aber auch June, die stets nur auf ihr eigenes Glück bedacht ist, will Gigis Aufstieg auf jeden Fall stoppen. Natürlich spielen auch noch andere Ballettschüler eine große Rolle, diese sind ebenfalls sehr gut ausgearbeitet und scheinen alle mindestens eine Leiche im Keller zu haben, sodass das Rätselraten, wer hinter den ganzen Angriffen auf Gigi steckt, wirklich kompliziert ist.

„Dein letztes Solo“ ist schließlich als Thriller betitelt und so bleibt es nicht bei simplen Anfeindungen, sondern ufert sogar in körperlicher Gewalt aus. Die Thrillerelemente haben mir zwar sehr gut gefallen, manche Sachen waren ziemlich heftig, aber insgesamt waren es mir zu wenige. Die Handlung wird von dem Leben an der Ballettschule, aufgespalten auf die drei so unterschiedlichen Teenager, die aus ihrer Sicht erzählen, getragen, und nicht von den Thrillerelementen der Geschichte. Hier hätte ich mir mehr erhofft, wenn schon Thriller auf dem Cover steht!

 

Fazit:

Zwar hat mir „Dein letztes Solo“ sehr gut als Roman gefallen, der das knallharte, konkurrenzreiche Leben an einer Ballettakademie widergibt, unter dem Aspekt eines Thrillers hat es aber eindeutig an Spannung gemangelt. Die Geschichte ist vor dem Aspekt des Tanzens interessant, jedoch nicht fesselnd, sodass ich das Buch eher Leuten empfehlen würde, die sich einen Einblick in die Ballettwelt oder einen Reichtum an Intrigen wünschen und gerne darüber lesen. Von mir gibt es jedenfalls insgesamt 4 von 5 Herzen.

4 Herzen

 

Vielen Dank an Heyne fliegt für dieses Rezensionsexemplar!

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