Bevor ich verzeihe

Titel: Bevor ich verzeihe
Autor: Sophie Littlefield
Verlag: Goldmann
Originaltitel: The Guilty One
Erschienen: 19.09.2016
Taschenbuch, 352 Seiten
Preis: 9,99€
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Inhalt:

Maris Welt stürzt in sich zusammen, als ihre Tochter Calla stirbt-ermordet von ihrem Ex-Freund Karl. Nur mühsam gelingt es Maris, sich wieder aufzurappeln, und sie beschließt, ein komplett neues Leben anzufangen. Doch auch das Leben von Karls Eltern Ron und Deb steht Kopf, als ihr Sohn für sieben Jahre ins Gefängnis muss.


Meine Meinung:

Sophie Littlefield schildert abwechselnd die Gefühle von Maris und Ron, den beiden Hauptpersonen dieses Buches. Spielend und auf erstaunliche Weise verbindet sie zwei unterschiedliche Parteien. Maris ist nach dem Tod ihrer Tochter am Boden zerstört, und als sie dann noch ein Geheimnis ihres Mannes enthüllt, reißt es sie komplett aus ihrem alten Leben. Neue Hoffnung findet sie erst bei der schrillen, frechen Pet, ihrem etwas ruppigen, neuen Vermieter Norris und beim sensiblen Tischler George. Alle Charaktere sind äußerst anschaulich beschrieben und mit ihren Eigenarten schließt man sie gleich ins Herz. Auch hat es mich gefreut, dass aus der anfangs etwas weinerlichen Maris langsam eine mutige, zu ihrer Vergangenheit stehenden Frau wird.

Ron hingegen gibt sich die Schuld an der Tat seines Sohnes-während Deb verzweifelt und mit allen Mitteln für ihren Sohn kämpft, hat Ron Zweifel an Karls Unschuld, schließlich weiß er selbst nur zu gut um das schreckliche Geheimnis der Familie. Sophie Littlefield schreibt somit sowohl aus der Täter-als auch aus der Opferrolle. Dabei deckt sie nach und nach ein erschütterndes Geheimnis nach dem anderen auf, wie es zu dem schrecklichen Vorfall kam, sodass die beiden Sphären nicht mehr klar definierbar sind. Die Autorin zeigt die Hintergrunde der Tat auf und stellt nicht die Tat an sich in den Vordergrund, außerdem zeigt sie die Reaktion der Betroffenen dar. So ergibt sich ein angenehm zu lesender Roman, der anfangs etwas zäh ist, zum Ende aber interessanter wird. Vor allem übermittelt er aber eine ganz wichtige Botschaft: Ob altes oder neues Leben, auch nach einem schrecklichen Ereignis geht das Leben weiter.

 

Fazit:

Zu Beginn langatmig, gegen Ende faszinierend psychologisch und fesselnd-das ist „Bevor ich verzeihe“. Der Frage nach Schuld und Vergebung wird hier erzählerisch außerordentlich gut nachgegangen, sodass es von mir insgesamt 4 von 5 Herzen gibt.

4 Herzen

Vielen Dank an Goldmann  für dieses Rezensonsexemplar!

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