Polarfieber

Titel: Polarfieber
Autor: Kim Henry
Verlag: Sieben Verlag
Originalsprache: Deutsch
Erschienen: 2013
Taschenbuch, 232 seiten
Preis: 14,90€
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Erster Satz:

Wer die Militärbasis in Thule erreichte und nicht ausgerechnet ein Tourist war-Touristen kamen selten hierher-hatte immer ein erstes Ziel.

 

Inhalt:

Kaya ist Geologin in Grönland und führt Messungen durch, da dort  eine Ölfirma Bohrungen tätigen will. Ihre Werte soll sie der Regierung und dem Umweltminister vorstellen. Dafür wird sie von Silas, einem ehemaligen Soldaten und Piloten im Hubschrauber abgeholt. Doch auf dem Weg von der Insel runter fallen plötzlich alle Instrumente aus und sie stürzen ab. Gerade so gelingt es Silas, auf dem Eis zu landen. Allerdings beginnt damit erst ihr Kampf ums Überleben im ewigen Eis und klirrender Kälte. Zu zweit suchen sie sich streitend einen Weg an kalbenden Gletschern und Eisschollen vorbei und beginnen sich näher zu kommen, immer wieder beeinflusst von der Vergangenheit und ihren Vorurteilen. Aber können sie gefunden werden, bevor sie erfrieren oder verhungern? Und war der Absturz wirklich ein Unfall oder war er durch Sabotage unausweichlich?

 Meine Meinung

 

Handlung:

Die Handlung mit dem Kampf ums nackte Überleben gefällt mir sehr gut. Zusammen mit dem sich zankenden und streitenden Paar reist man durch Grönlands kalte Eislandschaft und fragt sich immer wieder, ob Silas und Kaya gerettet wurden können. Hunger und Kälte machen ihnen schwer zu schaffen, bringt sie aber auch näher zusammen. Die Streitgespräche sind sehr unterhaltsam und man bemerkt, wie sie sich näher kommen. Trotz einer erschreckenden Vergangenheit Silas und einer traurigen Kayas kommen sie zusammen. Das war mehr oder weniger von Anfang an klar, nur fragt man sich die ganze Zeit, wann sie sich ihre Gefühle eingestehen. Dies kam dann aber relativ schnell, nur die Frage, ob der Absturz wirklich ein Unfall war, bleibt relativ lange offen. Spannend fand ich, dass Silas Vergangenheit mehr und mehr ans Licht kam und ihm viele neue Probleme in der Gegenwart eingebracht hat. Dadurch wird er von Kaya getrennt und man hofft sehr für die Beiden, dass sie sich wiederfinden. Der aufregende Showdown mit Silas Widersacher kam dann sehr überraschend und es gibt leider kein richtiges Happy End, musste Silas doch viel einstecken. Deshalb finde ich es umso schöner, da Silas und Kaya trotzdem noch mal eine Beziehung wagen. Da hat man die wahre Liebe wirklich gespürt;) Während des ganzen Buches habe ich mit Kaya und Silas mitgefiebert und den Schauplatz Grönland näher kennengelernt. Die Fakten, die man über Grönland gelernt hat, fand ich sehr interessant und beeindruckend, vor Allem da es mal eine völlig neue Kulisse für ein Buch ist. Deshalb gibt es von mir 5 von 5 Punkten.

 

Charaktere:

Kaya ist Geologin und ist stolz auf ihre Herkunft als Inuit. Zwar versucht sie, dem Europäer Silas ohne Vorurteile zu begegnen, doch seine arrogante und leicht verachtende Art den Einheimischen gegenüber bringt sie immer wieder zur Weißglut. Dann kommt die Zicke aus ihr raus und es gibt viele unterhaltsame Wortgefechte zwischen den Beiden. Sie ist mir sehr sympathisch und ich finde sie sehr bewundernswert. Seit dem Tod ihres Mannes, an dem sie sich schuldig fühlt, vergräbt sie sich noch mehr in ihrer Arbeit und es ist ernüchternd, zu sehen, wie die Regierung sie behandelt. In der Zeit nach dem Absturz lernt man sowohl ihre sture, als auch einfühlsame Art kennen. Ich habe richtig mit ihr mitgelitten, nach dem Absturz und ihrer schwachen Phase, als auch später bei ihren Sorgen um Silas. Diesen habe ich erst für einen ziemlichen Macho gehalten, bis ich von seiner schweren Vergangenheit erfahren habe. Nach und nach wurde er mir immer sympathischer, besonders als er sich um Kaya gekümmert hat, manchmal auch auf eine etwas rüde Weise. Er verhält sich teilwiese noch wie ein Soldat, deshalb sind seine Handlungen meist gut durchdacht und geplant.

 

Schreibstil:

Der Schreibstil ist ebenfalls sehr überzeugend und ich hatte keine Probleme mit ihm. Er ist flüssig zu lesen und es gibt keine plötzlichen Zeit- oder perspektivenwechsel, alle werden gut eingeleitet und man weiß immer, welche Person gerade erzählt. 5 von 5 Punkten.

 

Cover:

Das Cover passt mit seinen eisblauen Farben und dem roten Helikopter super zum Buch. Es fällt ins Auge und ich habe nichts daran auszusetzen. 5 von 5 Punkten.

 

Fazit:

Ein schöner und auch tragischer Roman in Grönland, mit viel Spannung und vielen interessanten Fakten über das eisige und kalte Land. Hier gibt es auf jeden Fall eine Leseempfehlung und 5 von 5 Punkten von mir 🙂

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