Die Schattenherren 1-Feind

Titel: Die Schattenherren 1-Feind
Autor: Robert Corvus
Verlag: Piper
Originalsprache: Deutsch
Erschienen: 15.01.2013
Taschenbuch, 400 Seiten
Preis: 12,99€
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Erster Satz:

Das also war Endorns Haus.

 

Inhalt:

Die Schattenherren zwingen ganze Völker in die Schatten und drohen die ganze Menschheit zu verknechten. Nur wenige freie Reiche wehren sich noch gegen die mächtigen und unsterblichen Osondrier, doch auch sie scheinen den Silberkrieg zu verlieren. Dies würde den Untergang bedeuten, dass nur Silber die Schattenherren zu töten vermag. Als Mondschwert zieht auch der junge Helion nach dem Tod seines Meisters an die Font, um die Schattenherzogin Lisanne zu stürzen. Dabei erlangt er Hilfe von dem mächtigsten Magier der Menschen, Modranel, der dafür sogar seine Tochter Liola zu den Schatten gegeben hat, und dessen anderer Tochter, Ajina, einer jungen Adepta im Dienste der Mondmutter. Doch kann er es schaffen, hinter die Front der Feinde zu gelangen, dem Charisma der wunderschönen und grausamen Schattenherzogin zu widerstehen und sie zu töten?

Meine Meinung

 

Handlung:

Anfangs hatte ich Probleme ins Buch reinzukommen. Es werden sehr viele Charaktere genannt und da man nur wenig über die Schattenherren weiß, hatte ich Schwierigkeiten Zusammenhänge zu erstellen und in die Welt einzutauchen. Nachdem ich aber mehr über die Schattenherren und ihre dunkle und grausame Welt erfahren habe, die ich leider als Einzige sehr gut beschrieben fand und die mich irgendwie fasziniert hat, gelang es mir zwar besser  in die Geschichte einzutauchen, jedoch nicht vollständig. Dies ist durch die Perspektive aus Liolas Sicht passiert. Helion hat einen hingegen gut in die Welt der Mondschwerter eingeleitet, wobei ich aber gerne noch ein paar Informationen mehr bekommen hätte. Auch der häufige Perspektivenwechsel hat mir dabei  oftmals Schwierigkeiten gemacht. Zu schnell geht es in den Krieg und nach Guardaja, wobei ich manchmal der roten Faden verloren habe, da plötzlich ganz neue Handlungen beschrieben werden. Über Helions und Ajianas Beziehung erfährt man nur wenig, nur dass sie sich ganz gut verstehen, warum sie auf einmal nicht mehr miteinander reden und sich dann lieben, habe ich aber leider sehr spät erst erfahren. Über Helions „Wiedergeburt“ hätte ich ebenfalls gerne mehr erfahren. Zwar finde ich die Grundidee mit den Schattenherren sehr gut, doch wurde meiner Meinung nach viel zu sprunghaft von einer Handlung in die andere übergegangen, sodass ich teilweise das Gefühl hatte, dass Seiten bzw. Handlungen fehlen. Dies hat mir leider nicht so gut gefallen und ich hätte es schön gefunden, durch mehr Beschreibungen und Ausführungen in die Geschichte einzutauchen. Dabei ist leider auch viel von der Spannung stiften gegangenL Hier hätten 100 Seiten mehr durchaus nicht geschadet. Aber das Ende ist ja ein ziemlicher Cliffhanger und ich werde auf jeden Fall auch die Folgebände lesen, in der Hoffnung, dass sich noch einige Fragen klärenJ 3 von 5 Punkten.

 

Charaktere:

Helion schließt sich nach dem Tod seines Meisters auf dessen Wunsch hin den Mondschwertern an, dabei hat er das Gefühl, dass den ehemals edlen Paladinen die Ehre und Würde verloren gegangen ist. Er ist eher aufbrausend und neckt Ajina anfangs, bevor er sich in sie verliebt. Ebenso ist er sehr ehrgeizig und gerecht, doch nach seiner „Wiedergeburt“ ist sein einziges Ziel Lisanne zu töten. Leider hätte er wie alle Charaktere etwas ausführlicher beschrieben werden können, ich konnte keine wirkliche Bindung zu ihm aufbauen, da nur an der Oberfläche seines Charakters gekratzt wurde, man aber eher weniger über sonstige Gedanken und Gefühle erfahren hat. So ging es mir auch bei Ajina. Erst dachte ich, sie wäre aufgrund des Klappentextes  eine der Hauptpersonen des Buches, dann hat man aber sehr wenig über sie erfahren und es wurde nur wenig aus ihrer Perspektive geschrieben. Zudem kommt sie ja auch nicht lange im Buch vor. Von ihrer sehr gegensätzlichen Schwester Liola hingegen hat man mit am Meisten erfahren. Von ihrem Vater früh an die Schatten übergeben, dient sie ihnen und bereitet sich auf ein Leben als Osadra vor. Sie ist sehr grausam und zögert nicht davor, Menschen umzubringen, sogar ihren Vater tötet sie. Trotzdem fand ich ihren Tod sehr schade, mit ihr ist einer der faszinierendsten Charaktere gestorben, ich hatte sogar noch Hoffnung auf eine BesserungLÜber Modranel hätte ich wirklich sehr gerne mehr erfahren! Er scheint ein interessanter Charakter zu sein und gerne hätte ich mehr über sein Leben im Exil mit Ajina, seine Magie und die Gründe für seine Wandlung erfahren. Er wäre mir wahrscheinlich noch sympathischer geworden. Die erste Beschreibung Lisannes hat mir eine Gänsehaut über den Rücken gejagt, wobei ich sehr gespannt bin, wie es mit ihr weitergeht, schließlich hat sie auf den letzten Seiten ihre sanfte und fast gute Seite gezeigt. Bei ihr könnte ich mir auch noch eine Wandlung vorstellen. Hoffentlich erfahre ich in den Folgebänden noch etwas mehr über ihr Menschsein und ihre Unsterblichkeit! Des Weiteren gab es viele Nebencharaktere im Buch, die schnell wieder von der Schaufläche verschwunden waren und die eher oberflächlich beschrieben wurden, wobei ich noch auf nähere Beschreibungen und Taten von z.B.  Narron, Giswon und Elien Vitan im 2.Band hoffe;) Für die Charaktere gibt es ebenfalls 3 von 5 Punkten.

 

Schreibstil:

Der Schreibstil an sich ist angenehm zu lesen, nur werden leider oftmals Handlungen übersprungen und mir ist leider öfters der Zusammenhang verloren gegangen. Dadurch ist der Lesefluss ziemlich unterbrochen worden und ich kann leider nur 3 von 5 Punkten geben.

 

Cover:

Das Cover finde ich wirklich super und es passt richtig zum Buch. Die rote Schrift und der blutrote Baum auf dem Schild fallen ins Auge und die Oberflächenbeschaffenheit dessen ist toll! 5 von 5 Punkten.

 

Fazit:

Aufgrund der teilweise unzusammenhängenden Handlungen etwas anspruchsvoller zu lesen, trotzdem würde ich das Buch Fantasyliebhabern wegen der interessanten Idee der Schattenherren empfehlen. Leider kann das Cover nichts mehr hinausreißen, deshalb gibt es von mir 3 von 5 Punkten.

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2 Gedanken zu „Die Schattenherren 1-Feind

  1. Eigentlich wollte ich dieses Buch lesen, aber deine Meinung ist ja schon naja niederschmetternd. Ich bin zwar Fantasyliebhaber aber ich denke kaufen werde es mir eher nicht, vielleicht finde ich es in unserer Bibliotheke.
    Hab mir gerade deinen Blog angesehen – kenne dich (also deine Profil) schon Lovelybooks und dortigen Beiträgen.

    Liebe Grüße
    Jeanne

    • Solltest du das Buch in einer Bücherei finden, solltest du es lesen, kaufen würde ich es mir an deiner Stelle aber wirklich nicht:)
      Dein Blog gefällt mir sehr gut, hab gerade mal vorbeigeschaut;)

      LG

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