Coco Lavie-Spiegelblut

Titel: Coco Lavie – Spiegelblut
Autor: Uta Maier
Verlag: Aeternica
Originalsprache: Deutsch
Erschienen: 01.10.2013
Taschenbuch, 312 Seiten
Preis: 9,99€
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Erster Satz:

Warum sie mir gerade jetzt in den Sinn kamen, sollte ich erst sehr viel später erfahren.

 

Inhalt:

Die 18-jährige Coco möchte nach dem grausamen Tod ihres Zwillingsbruders nichts mehr, als ein halbwegs normales Leben zu führen. Seither schaut sie in keine Spiegel mehr- ein Indiz dafür, sagen die Vampire, die sie jagen, dass Coco ein Spiegelblut ist. Als dieses soll sie in der Lage sein, getrennte Seelen zusammen zu fügen und Seelen zurückzuholen. Deshalb wollen sowohl die guten Lamii Angelus als auch die bösen Nefarius. Bedroht von mehreren Vampiren, rettet der seltsame Pontus sie. Auch er ist ein Vampir, den Coco schon in der U-Bahn gesehen hat und der ihre Bewegungen gespiegelt hat. Aber hat wirklich er ihre Bewegungen gespiegelt und nicht umgekehrt. Pontus bringt sie zu Damontez, einen der Halbseelenträger und lässt sie in seiner Obhut, sicher dass Coco ein Spiegelblut ist. Doch Damontez unterdrückt sie, macht sie zu seinem Nachtschattenherz, und will durch Tests herausfinden, ob sie wirklich das ist, was alle denken. Erst hasst Coco ihn, aber nach und nach gewöhnt sie sich an ihr Gefängnis und an den kalten und distanzierten Halbseelenträger. Kann sie ihm wirklich helfen, seine und Remos halbe Seele zu retten und zusammen zu fügen? Oder gelingt es ihr, zu fliehen und Pontus Geheimnis zu lüften? Doch auch die Nefarius sind scharf auf Cocos wertvolles Blut.

Meine Meinung

Handlung:

Eine etwas andere Vampirgeschichte verbunden mit einer neuen, super Idee. Gleich von Anfang an war ich fasziniert von Coco und ihrem Geheimnis. Warum scheut sie ihr Spiegelbild? Und was ist wirklich mit Finan passiert? Als sie dann auf Pontus trifft, die Vampire sie Angreifen und ie zu Damontez gelangt, kommen immer mehr Fragen auf. Uta Maier hat eine komplett neue Welt in Sanctus Cor erschaffen und man kann es kaum glauben, dass das Buch zur heutigen Zeit in Glasgow spielt. Engel, Lichtträger und Vampire locken einen in eine fantastische und zugleich grausame Welt. Ich habe Damontez dafür gehasst, dass er Coco so unterdrückt, ihr wehtut sie immer wieder vor anderen Leuten vorführt. Doch nach und nach erfährt man immer mehr über ihn, seine Vergangenheit und seine Gefühle. Langsam wurde er mir immer sympathischer, nur fand ich es schade, dass Pontus Coco nicht mehr geholfen hat. Sehr amüsant waren die Lichtträger, besonders Shanny und Myra, die Coco unterstützt und ihr geholfen haben, sich gegen Damontez zu wehren. Doch nach einiger Zeit war das nicht mehr nötig, da Coco Damontez verstanden hat und dieser sie nicht mehr so terrorisiert- fast ist es schon eine Freundschaft, vielleicht sogar mehr.  Doch diese wird durch den fragilen Waffenstillstand zwischen Angelus und Nefarius gefährdet. Faylin, der vielleicht der Eine ist, der die erste Seele gespalten hat und deshalb verflucht ist, will Coco in seine Klauen bekommen und schreckt vor nichts zurück. Mehr als einmal dachte ich, dass er gleich Coco in seiner Gewalt hat- aber es gelingt Pontus und Damontez immer, sie gerade so zu retten. An Spannung fehlt es nie! Die Geschichte ist sehr authentisch, es gibt keine Logiklücken, aber noch viele offene Fragen- deshalb fiebere ich schon gespannt dem 2.Teil entgegen. Hoffentlich erfährt man auch mehr über Halbseelen im Allgemeinen und seinen Ziehbruder Remo und hoffentlich lernt Coco dann endlich, ihre Kräfte richtig einzusetzen! Also an der Handlung gibt es wirklich nichts aus zu setzen: 5 von 5 Punkten.

Charaktere:

Coco ist anders als die Mädchen in ihrem Alter, geprägt von schlimmen Erfahrungen und dem Tod ihres Zwillingbruders. Verunsichert und ängstlich wird sie in die Welt der Vampire hineingezogen, wo Damontez ihr die Freiheit nimmt, sie demütigt und auch ihren Willen brechen will. Bewundernswert fand ich, dass sie sich ihm trotz der Strafen immer wieder widersetzt hat. Sie ist ein sehr starker und auch mutiger Charakter, was sie selbst nicht so weiß, der darauf hofft, kein Spiegelblut zu sein. Denn es wäre deutlich schlimmer für sie, über besondere Fähigkeiten zu verfügen als „normal“ zu sein. Sie wächst mir im Laufe der Geschichte richtig ans Herz, ich leide mit ihr und freue mich mit ihr. Dass es ihr gelingt, Damontez trotz allem nach einiger Zeit nicht mehr zu hassen, sondern ihn zu mögen und ihm zu helfen, ist bestimmt ein schwerer Schritt, da er sich anfangs dagegen wehrt und sie noch härter behandelt. Ich freue mich schon darauf, sie auch im 2.Teil auf ihrer Suche nach sich selbst und Antworten zu begleiten!

Damontez ist erst der kalte und grausame Halbseelenträger, der Coco unterdrückt und ihr jedes Recht nimmt. Dabei könnte er sie viel schlimmer behandeln und nicht nur zu ihrem Schutz so tun, als wäre sie sein nachtschattenherz. Dies habe ich aber auch erst nach einiger Zeit verstanden, vorher habe ich ihn zusammen mit Coco gehasst. Dann wurde er mir aber sympathischer und man hat auch seine andere Seite, die freundliche und beschützende kennengelernt, ebenso wie seine durch die Vergangenheit gezeichnete und verletzbare. Als der Leser mit Coco diese kennengelernt hat, habe ich angefangen, auch Damontez nur das Beste zu wünschen und zu hoffen, dass er seine Halbseele retten kann und es vielleicht irgendwann mal schafft, mit einer vollständigen Seele positive Gefühle zu empfinden und Lachen zu können. Halbseelenträger teilen nämlich alle Gefühle mit dem anderen Träger der Seelenhälfte und fühlen nur negative Emotionen. Hoffentlich gibt es für ihn noch ein Happy End, vielleicht ja sogar mit Coco.

Pontus ist ebenfalls ein Vampir, der aber sehr geheimnisvoll und mysteriös bleibt. Zwar ist das Buch auch teilweise aus seiner Sicht geschrieben, aber man erfährt nur wenig Verständliches neben seiner Liebe zu Coco. Dies fand ich sehr interessant, obwohl ich glaube und hoffe, dass sie mit Damontez zusammenkommt. Aber auch ihn mochte ich gerne und wünsche ihm das Ende, das er sich selbst wünscht.

Die Nebencharaktere wie die Lichtträger und Vampire, die man kennengelernt hat, waren, egal ob gut oder böse, mit Seele oder ohne Seele, alle klasse beschrieben und sehr realistisch- soweit Vampire und von Engeln mit Gaben beschenkte Menschen halt vorstellbar sind. Hoffentlich lernt man den einen oder anderen Protagonisten im nächsten Band noch mal etwas besser kennen:)

Die Charaktere bekommen ebenfalls 5 von 5 Punkten von mir.

 

Schreibstil:

Flüssig und angenehm zu lesen. Besonders die Zitate über die Liebe an jedem Kapitelanfang haben mir sehr gefallen. Wieder 5 von 5 Punkten.

 

Cover:

 

Das Cover ist wunderschön und allein deshalb würde ich das Buch kaufen. Es fällt aufgrund des weißen Kleides und des dunklen Hintergrundes sehr ins Auge und ich hätte mich wirklich sehr gefreut, es in meinem Regal stehen zu sehen., bin aber auch mit meinem E-Book als Gewinn happy 😉
Nochmals 5 von 5 Punkten.

 

Fazit:

Ein super Buch mit einer neuen Idee, dem Spiegelblut, und einer nochmal anderen Form von Vampiren. „Coco Lavie- Spiegelblut“ ist auf jeden Fall eines meiner Lieblingsbücher geworden! Allein der Titel ist schon genial;) (La vie= das Leben). 5 von 5 Punkten.

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