Free-Der Cerro Torre, das Unmögliche und ich

Titel: Free: Der Cerro Torre, das Unmögliche und ich
Autor: David Lama
Verlag: Knaus
Originalsprache: Deutsch
Erschienen: 02.12.2013
gebunden, 240 Seiten
Preis: 19,99€
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Wie das Unmögliche plötzlich möglich wird. Erst raten alle David Lama davon ab, den Cerro Torre frei klettern zu wollen. Ein Ding der Unmöglichkeit, sagen erfahrene Alpinisten zum damals 19-jährigen David, der damals mehr am Sportklettern interessiert war und relativ wenig vom Alpinismus wusste. Trotzdem bricht er auf, doch der erste patagonische Sommer bringt schlechtes Wetter und so wird der erste Versuch des Aufstiegs bald abgebrochen. Zurück bleiben nur die Ausrüstung und Bohrhaken des Kamerateams am Berg. Sofort werden David und das Red-Bull-Team in der Öffentlichkeit kritisiert, auch von anderen Kletterern und Alpinisten. Er würde den Cerro Torre für eine Werbekampagne benutzen und wie vor vielen Jahren Maestri den Berg mit den Bohrhaken entweihen. Hier merkt man mal wieder die Brutalität der Medien und der Gesellschaft, den selbst Leute, die von dem Thema keine Ahnung haben, meinen ihre Meinung abgeben zu müssen. Dieses Phänomen beobachtet man ja leider häufiger und ich finde es bewundernswert, dass David seinen Plan nicht einfach abgebrochen hat. Stattdessen hat er mit seinem neuen Partner Peter Ortner nach diesem Versuch weitere herausfordernde Routen unternommen und Erfahrung unternommen. Nach Änderung der Taktik in Bezug auf das Kamerateam, um weitere Kontroversen zu verhindern, brechen sie schließlich etwa ein Jahr später erneut nach El Chalten auf. Dort schaffen sie nach einigen anderen Gipfeln schließlich auch den Cerro Torre, wenn auch mit technischer Kletterei. Wieder gab es Kritik an seiner Technik, was sogar mich als Leserin sehr genervt hat und es ist klasse, dass David es ihnen ihm dritten Jahr richtig zeigt, indem er den Cerro Torre mit seinem Partner frei klettert.  Interessant fand ich auch, dass das Filmteam den Gipfel ebenfalls erreicht hat und Aufnahmen gemacht hat. Der Aufstieg ist super beschrieben und man bemerkt im Laufe des Buches richtig die Veränderung von Davids Einstellung. Die Schilderungen der Aufstiege gefallen mir eh alle sehr gut und die Beschreibungen waren einfach faszinierend, man wird richtig mitgezogen und erlebt alles hautnah mit. Niederschläge werden verkraftet und es werden immer neue Versuche gestartet.  Gut waren aber auch besonders die Gefühle und Gedanken zum Schluss: David hat sein Ziel nach drei langen Jahren nun endlich geschafft, aber jetzt gibt es eine  innere Leere, da er sich nun nicht mehr überlegen muss, wie es weitergehen muss, damit er an sein Ziel gelangt. Dieses Gefühl kennt wahrscheinlich jeder irgendwoher. Lustig fand ich irgendwie, dass Jason und Hayden, die ihn vorher oft kritisiert hatten, nun selbst in den Mittelpunkt der Anfeindungen geraten sind mit dem Entfernen der von Maestri angebrachten Bohrhaken. David hingegen wird gelobt und respektiert, nachdem er das Unmögliche erreicht ha.t Das ist so nach dem Motto: Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein. Die Aufnahmen sind atemberaubend und der Schreibstil passt super zum Buch und lässt sich gut lesen, auch wenn ich öfters mal über österreichische Ausdrücke lachen musste. .Er wirkt sehr authentisch und man kann richtig mitfiebern. Da am Anfang viele Begriffe erklärt werden, ist das Buch selbst für Laien lesbar und ich kann das Buch jedem empfehlen, der sich irgendwie für Berge und das Klettern interessiert. Von mir gibt es jedenfalls 5 von 5 Punkten.

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