Lang lebe die Nacht

Titel: Lang lebe die Nacht
Autor: Thilo Corzilius
Verlag: Feder und Schwert
Originalsprache: Deutsch
Erschienen: August 2013
Taschenbuch, 256 Seiten
Preis: 11,99€
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Erster Satz:

Die klare Luft versprach einen kalten Herbst.

 

Inhalt:

Nach dem Krieg gegen Napoleon im Jahr 1818 werden die geschwächten Menschen von unheimlichen Wesen heimgesucht. Der ehemalige Soldat Lucien, der junge Adlige Hagen und der geheimnisvolle Salander haben sich zusammengeschlossen, um diese Kreaturen zu jagen. Als sie ein Hilfegesuch des Grafen von Eulenbach erreicht, brechen sie sofort auf. Dort gab es mehrere mysteriöse Morde, die keinesfalls natürlichen oder menschlichen Ursprungs waren, so grausam wie die Leichen zugerichtet waren. Während sie den Fall untersuchen, stoßen sie auf viele weitere übernatürliche Wesen und geraten oftmals in Lebensgefahr. Unterstützung erhalten sie von verschiedenen Seiten, doch auch diese scheinen Geheimnisse zu verbergen. Schließlich erkennen sie den Zusammenhang zwischen den seltsamen Vorkommnissen und es kommt zum gefährlichen Showdown in Schloss Eulenbach.

Meine Meinung

Handlung:

Die Geschichte baut sich auf einem Gedicht auf, das auch öfters wiederholt wird. Dies fand ich super und man taucht schnell in eine magische und gefährliche Weltvoller mysteriöser Kreaturen ein. Zwar hat mich das erste Kapitel, das sehr an Schwanensee erinnert, erst mal eine viel märchenhaftere Geschichte erwarten lassen, jedoch war schnell klar, dass es eher eine grausame und horrormäßige ist. Positiv ist mir aufgefallen, dass die Vergangenheit von Hagen, Lucien und Salander nicht auf einmal erzählt wurde, sodass man Stück für Stück mehr über sie erfahren hat. Dies hat eine ziemliche Spannung aufgebaut. Die einzelnen Abenteuer, besonders die merkwürdigen Todesfälle, haben dazu ebenfalls beigetragen.  Leider waren es zu viele Abenteuer und parallel laufende Handlungen, die eher wenig detailliert beschrieben wurden und deren Zusammenhang ich eher schlecht erschließen konnte. Dazu kommen dann noch die vielen unterschiedlichen Personen. Zwar fand ich es gut, dass aus fast jeder Perspektive einmal geschrieben wurde, leider war es hier aber eher verwirrend. Außerdem laufen die Ermittlungen eher zäh und es ist teilweise etwas spannungslos. Das Ende hat mir als Happy End-Liebhaberin richtig gut gefallenJ Nach einem grandiosen Showdown ist der Böse  besiegt, Eulenbach wird dadurch so gut wie von allen beängstigen Wesen befreit und die Helden können mit ihren Geliebten zusammenkommen. Dies hat mich sehr gefreut, ebenso sind keine Fragen offen geblieben. Allerdings habe ich mich gefragt, wo der böse Magier auf einmal herkam, schließlich wurde er vorher glaube ich nur einmal kurz erwähnt. Trotzdem für die Handlung mit vielen interessanten und verschiedenen Kreaturen 4 von 5 Punkten.

 

Charaktere:

Hagen, Lucien und Salander sind die drei Helden der Geschichte. Die meiste Zeit wird aus Luciens Sicht geschildert. Dieser war früher Soldat und ist als erstes auf die Jagd nach beängstigen Kreaturen gegangen. Dann hat er Salander, einen Magier kennengelernt, und später ist der sehr junge Adlige Hagen zu dem Duo dazu gestoßen. Nach und nach erfährt man aus ihrer Vergangenheit, die bei allen dreien nicht wirklich positiv und fröhlich war. Allerdings hätte ich gerne noch etwas mehr über sie und ihre aktuellen Gefühle und Gedanken erfahren, ebenso bei den meisten anderen Charakteren.

Graf von Eulenbach hat die drei in das kleine Dorf geholt, um sie ermitteln zu lassen, jedoch birgt er selbst Geheimnisse (wie die meisten in Eulenbach). Seine Offenbarung am Ende fand ich etwas aus der Luft gegriffen, vorher gab es noch keine Hinweise dafür, außer vielleicht dem Wetter, aber auf die Idee muss man dann auch erst mal kommen. Seine Tochter ist mir eher unheimlich, schließlich weiß sie, dass sie eine Geige aus Menschenknochen besitzt und ich würde nie im Leben freiwillig auf einer Geige aus Knochen spielen!

Maria war mir sehr sympathisch, sie ist mutig und forsch und lässt niemanden über sich bestimmen. Ebenso fand ich Mathilda Hauser, die Hexe, eine sehr interessante Persönlichkeit. Die beiden Frauen waren mir von den ganzen Charakteren am sympathischsten, obwohl Mathilda eher rüde ist. Leider fand ich die Hagen, Salander und Lucien weniger sympathisch.

Die anderen Charaktere waren leider nur oberflächlich beschrieben, ich hätte gerne mehr über sie erfahren, und es waren einfach zu viele Namen. Sehr gut fand ich aber den sprechenden Kater MariusJ Teilweise war halt doch etwas Märchenhaftes in der Geschichte vorhanden;) Deshalb ebenfalls 4 von 5 Punkten.

 

Schreibstil:

Der Schreibstil ist ziemlich der damaligen Zeit angepasst, was ich anfangs ziemlich schwierig zu lesen und zu verstehen fand. Oft bin ich über den Satzaufbau gestolpert. Ebenso wusste ich nach manchen Kapitelanfängen erst gar nicht, wer erzählt, und auch bei der Handlung ist mir oft der rote Faden verloren gegangen, da es sehr viele parallel laufende Handlungsstränge gibt und viel gesprungen wird. Leider nur 3 von 5 Punkten.

 

Cover:

Das Cover mit der Menschenknochengeige und dem Skelett finde ich sehr unheimlich. Es passt damit super zum Buch, allerdings sticht es unter mehreren Büchern liegend nicht unbedingt ins Auge. 4 von 5 Punkten.

 

Fazit:

Eine klasse Idee, schön schaurige Elemente, aber nicht ganz überzeugen. Trotzdem kann ich das Buch jedem  Fantasyliebhaber empfehlen, es bietet gute Unterhaltung und neue  Aspekte 😀 4 von 5 Punkten insgesamt.

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