Interview mit Patrick Satters

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Patrick Satters ist ein deutscher Fantasy-Autor und Tagträumer, der bereits im Alter von 12 Jahren mit dem Schreiben begann. Außerdem ist er großer Fan von J.R.R. Tolkiens Werken. „Reich der Götter-Der Gott des Todes“ ist sein Debütroman.

 

 

Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Nachdem Fantasy Boom in 2001 hab ich Dutzende von Schundbüchern gelesen und habe das Lesen aufgegeben. Ich dachte mir damals, dass jeder meckern kann und wollte deshalb dazu beitragen. Jetzt kann jeder mein Buch doof finden und sich selbst daran versuchen, es besser zu machen. 🙂

 

Wie bist du zu der Idee des Buches gekommen? Gibt es einen Film, ein anderes Buch, eine Serie im Fernsehen oder Ähnliches, das dich inspiriert hat oder ist alles aus deiner eigenen Fantasie heraus entstanden?

Die Idee kam mir aus dem Drang heraus eine Fantasy Geschichte zu schreiben, in dem es nicht um brachiale Kraft oder mächtige Zauber geht, sondern um Kämpfe mit Verstand. Daraus entstand dann die Idee den Leser selbst zu fordern mit zu rätseln.

 

Hast du dich an einem Tag drangesetzt und alles niedergeschrieben oder ist das Buch Stück für Stück entstanden? Wie lange hat die Entstehung gedauert?

Ich hab ganze vier Jahre an der Geschichte gearbeitet, denn es war mir wichtig bereits im Erstling Bezüge zu den Nachfolgern herzustellen. Personen tauchen auf, die später gravierende Rollen besitzen, oder auch einfach die Welt an sich, die ausgearbeitet wurde. Das, was man am Ende liest, ist nur die Spitze des Eisberges, doch wenn man auf dem Weg dahin Fehler macht, fallen sie dem Leser 100% auf.

 

Welche Person aus dem Buch ist dein Liebling?

Ich mag den Todesengel Kerdis sehr. Er ist eine andere Art von Antagonist. Sein Ziel ist es nicht die Herrschaft zu erringen, sondern unterhalten zu werden. Wirklich bezwingen kann man ihn daher nicht, denn selbst an Niederlagen findet er seine Freude. Wenn er auftaucht, weiß man, dass es unberechenbar wird für den Helden.

 

Ist es dir schwer gefallen, das Cover zu entwerfen? Wie viele Entwürfe hast du in etwa gemacht?

Das Cover fiel mir recht schwer, weil man Hunderte Dinge beachten muss. Das Bild muss nämlich nicht nur hübsch aussehen, sondern sogar in einem kleineren Previewbild, wie es auf Suchseiten dargestellt wird, überzeugen können. Andererseits sollte es auch nichts von der Handlung verraten. Mit kleineren Änderungen inbegriffen, kann man gut von 100 Versuchen ausgehen.

 

War es von Anfang an ein Ziel von dir, Anagramme als Lösungen der Rätsel einzubauen oder kam die Idee erst nach und nach?

Die Idee hatte ich von Anfang an, als ich mir Gedanken um die Namen machen musste. Einfach nur Buchstaben aneinanderreihen, missfällt mir. Es ist mir wichtig, dass sie eine Bedeutung haben und in diesem Fall passte das Anagramme bilden. Zunächst gab es sogar ein Rätsel mit den Kapitelnamen, aber das hätte vermutlich eh niemand entdeckt.

 

Wie bist du auf die ganzen interessanten und kniffligen Rätsel gekommen?

Die Rätsel sind gar nicht das Problem, sondern viel mehr das drum herum. Bücher sind ein sehr limitiertes Medium, bestehen sie doch nur aus Text. Ein Rätsel musste also einfach zu erklären sein und gleichzeitig Komplex genug, sodass man mitraten kann. Dazu kommen die vielen unscheinbaren Hinweise zu Lösung und die Verflechtung in die Geschichte selbst, damit sie nicht plump wirken. Eine allgemeine Methode zur Kreation von Rätsel gibt es nicht. Oftmals kennt man einen Lösungsweg und fragt sich, wie man Stolpersteine in den Weg legt, oder wie man in solch einem Spiel betrügen kann.

 

Löst du selbst gerne Rätsel oder wettest gerne?

Ich bin grauenhaft im Kreuzworträtsel lösen und selbst bei „Wer wird Millionär“ rate ich immer falsch. Ich mag es einfach meinen Kopf anzustrengen und als Informatiker muss man ohnehin analytisch denken.

 

Das Buch gibt es ja auch als Taschenbuch, was ist das für ein Gefühl in eine Buchhandlung zu gehen und dein Buch dort liegen zu sehen?

Ein Merkwürdiges, weil das Taschenbuch exklusiv online angeboten wird. Selbst wenn es in einer Buchhandlung stehen würde, wäre es mir nicht so wichtig. Wirklich schön ist eigentlich nur der Zuspruch der Leser, die sich für ein paar Stunden daran erfreuen konnten.

 

Dein persönliches Idol unter den Schriftstellern?

J.R.R. Tolkien, auch wenn er schon längst verstorben ist. Der Herr der Ringe ist nicht nur das am meisten gelesene Buch und Hauptpräger des mittelalterlichen Fantasy Genre, sondern ein Lebenswerk. Tolkien hat sein ganzes Leben lang nur daran gefeilt, eine Aufopferungsgabe und Leidenschaft, die ich nicht besitze.

 

Was benötigst du unbedingt zum Schreiben? (Neben Computer, Stift, Papier und einer Idee;))

Zeit ist eigentlich das einzig Wichtige. Es dauert eine Weile, bis man richtig in den Schreibfluss gerät. Es wäre dementsprechend Schade, wenn man dann nicht das Maximum herausholt und durch Nebensächlichkeiten gestört wird. Ein bisschen Süßkram zur Belohnung schadet auch nicht. Am besten macht sich meiner Erfahrung nach eine Tafel Schokolade, von der man sich nach jeder Seite ein Stückchen abbricht.

 

Was ist beim Lieblingsgenre beim Lesen?

Ich lese gar nicht so gern Büchern, da ich mit dem Schreiben selbst schon viel damit zu tun habe und mich nur ungern beeinflussen lasse. Wer kennt nicht das Gefühl, ein Teil zu seiner Lieblingsgeschichte beitragen zu wollen? Am liebsten mag ich aber nach wie vor fantastische Bücher, wie Epic Fantasy, oder Contemporary. Es ist schön mal in eine Welt einzutauchen, die anders ist, als die unsere.

 

Und beim Schreiben?

Ich wechsel das Genre ständig, um nicht in eine Schiene festzustecken und mich frei zu entfalten. Das Leben ist schließlich auch nicht nur ein Genre. Sein Buch durch verschiedene Genre beeinflussen zu lassen, hat durchaus seine Vorteile. Eine Liebesgeschichte kann durchaus Fantasy Elemente erhalten, oder sogar gruselige Horrorszenen. Der Reiz liegt klar im Spiel mit den Erwartungen der Leser.

 

Wann wird dein neues Buch in etwa veröffentlicht? Ist es wieder Fantasy oder eine ganz andere Richtung?

Mein nächster Roman ist eine Liebesgeschichte, der in der heutigen Zeit angesiedelt ist. Sie handelt von einem Jungen, der von einem Mädchen abgewiesen wird und dadurch die Hoffnung an der Liebe verliert. Er verdammt dabei sein gebrochenes Herz so sehr, dass er gar nichts mehr fühlt, nicht einmal mehr Freude. Dass solch ein Leben auch nicht schön ist und Schmerz auch seine Vorteile hat, sind die Beweggründe hinter dem Buch. Wie wertvoll kann eine Liebe schon sein, wenn man nicht einmal bereit dazu ist, um sie zu kämpfen? Ob er seine wahre Liebe findet, das wirst du dann selbst herausfinden müssen. Wann der Roman erscheinen wird, weiß ich aber leider noch nicht. Da mir kein Verlag im Nacken sitzt, bin ich da recht flexibel.

 

Danke für die ausführlichen Antworten!

 

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