Der eine Kuss von dir

Titel: Der eine Kuss von dir
Autor: Patrycja Spychalski
Verlag: cbt
Originalsprache: Deutsch
Erschienen: 13.01.2014
Taschenbuch, 256 Seiten
Preis: 7,99€
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Inhalt:

Nach der tragischen Trennung von Jeffer, ihrem Freund, ist Frieda glücklich, als Milo, der charismatische und attraktive Sänger der BlackBirds, sie dazu einlädt, die Band auf ihrer Tour mit der Kamera zu begleiten, und willigt sofort ein. Auf den verschiedenen Stationen ihrer Reise durch Brandenburg lernt Frieda neben dem Rock´n´Roll auch Milo immer besser kennen-und verliebt sich in ihn. Doch sie müssen ihre Beziehung geheim halten, schließlich will Milo Linda nicht kränken. Welche Stellung diese in Milos Leben einnimmt, weiß Frieda nicht genau. Zwar ist ihr diese Heimlichtuerei ebenso ein Dorn im Auge wie ihrem besten Freund Edgar, der sie davor warnt, etwas mit Milo anzufangen, aber auch sie möchte Linda nicht verletzten, mit der sie immer besser klarkommt. Doch nach einigen Vorfällen muss sich Frieda fragen, ob ihre Entscheidung, sich auf Milo einzulassen, wirklich die Richtige war-bis dann auch noch ein unerwarteter Gast vor ihrer Haustür auftaucht…


Meine Meinung:

Nach einem sehr guten ersten Teil waren meine Erwartungen an diesen Teil sehr hoch-vielleicht jedoch etwas zu hoch. Anfangs hatte ich trotz meines Vorwissens leicht Schwierigkeiten, in das Buch hinein zu kommen. Die Charaktere werden nur oberflächlich angekratzt, die Handlung schreitet hingegen schnell voran. Die Auftritte und die Musik fand ich klasse beschreiben, an diesen Stellen wird man richtig in die Geschichte gezogen, und es mangelt auch nicht an unterhaltsamen und spannenden Elementen. Besonders gut haben mir auch die Interviews gefallen, die Frieda mit allen möglichen und unterschiedlichen Leuten führt, und die sehr natürlich und authentisch rüber kommen. Die Momente mit Edgar, Dan, Linda und der Band würde ich ebenfalls so beschreiben, allerdings hätte man hier deutlich mehr erzählen können, sie hätten noch viel mehr Potenzial gehabt. Ihre gemeinsame Zeit mit Milo hätte ich ebenfalls gerne ausführlicher beschreiben bekommen, sie werden leider nicht sonderlich ausführlich beschrieben und sind so immer sehr schnell vorüber. Zudem wird man meiner Meinung nach auch etwas schnell mit der heimlichen Beziehung konfrontiert, schließlich kennen sich Frieda und Milo ja kaum, und reden tun die beiden auch eher wenig. Außerdem erfährt man nur wenig über Friedas Gefühle zu Milo, die sie selbst anscheinend aber auch nicht wirklich kennt. Da kam das nicht wirklich glückliche Ende nicht sehr überraschend für mich. Der Besucher vor ihrer Haustür kam hingegen wirklich überraschend, mit ihm hatte ich gar nicht gerechnet. Leider gibt es trotz einem offenen Ende keinen dritten Teil 🙁 Frieda ist mir zwar sehr sympathisch, manche ihrer Handlungen kann ich aber nicht wirklich nachvollziehen. Klar, Milo ist attraktiv, charmant und hat eine richtige Rockstar-Ausstrahlung, aber nach dem Dilemma mit Jeffer und ihren nicht wirklich klaren Gefühlen fand ich es ziemlich naiv und auch dumm, sich auf eine Beziehung mit ihm einzulassen, die zudem noch geheim gehalten werden soll. Besonders, da sie Linda ja auch eigentlich ganz gerne mag. Dass Milo das von ihr wollte, hat ihn mir manchmal echt unsympathisch werden lassen. Sonst fand ich ihn durchaus nett und sympathisch, allerdings erfährt man aber auch nicht wirklich viel über ihn. Seine Beziehung zu Linda war ziemlich merkwürdig dargestellt und sowohl Lindas als auch Milos Verhalten fand ich öfters seltsam. Linda war mir manchmal etwas zu aufgedreht und eifersüchtig, ansonsten fand ich sie aber ganz ok. Über Edgar hätte ich gerne viel mehr erfahren, er war mir richtig sympathisch. Milos Bandkollegen und Dan wurden leider ebenfalls eher oberflächlich beschrieben, und ich kann nicht wirklich sagen, ob ich sie mochte oder nicht. Angenehm war neben dem Schreibstil besonders die Kapiteleinteilung, es sind kurze Kapitel und man kann so gut auch mal Pausen machen (Ich habe das Buch jedoch in einem durchgelesen;)). Es gibt ein paar Rechtschreibfehler, die mich allerdings sehr wenig gestört haben. Das Cover gefällt mir sehr gut, es ist eher schlicht, passt aber einfach zum Buch.

Fazit:

Etwas schwächer als „Ich würde dich so gerne küssen“, aber trotzdem empfehlenswert für Musikliebhaber und Leser und Leserinnen von Liebesromanen. 4 von 5 Punkten.

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