Der Geschmack des Sommers

Titel: Der Geschmack des Sommers
Autor: Sarah Ockler
Verlag: cbt
Originaltitel: Fixing Delilah Hannaford
Erschienen: 09.06.2014
Taschenbuch, 416 Seiten
Preis: 8,99€
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Inhalt:

Delilah kann es nicht fassen: Obwohl ihre Mutter Claire und sie seit einem großen Familienstreit vor acht Jahren nichts mehr mit dem Rest der Familie zu tun hatten, will diese nun zur Beerdigung von Delilahs Großmutter fahren-und dort die ganzen Sommerferien verbringen, um alle Angelegenheiten zu klären. Zwar läuft Delilahs Leben Zuhause nicht gerade gut, sie weiß nicht, was sie von ihrem Nicht-Freund Finn und der schlechten Beziehung zu ihrer Mutter denken soll. Trotzdem hatte Delilah anderes geplant, in das Haus ihrer Großmutter zurückzukehren, in dem sie jeden Sommer ihrer Kindheit verbracht hat. Als sie jedoch auf ihren alten besten Freund Patrick, der mittlerweile äußerst attraktiv ist, trifft, beginnt sie ihre Meinung zu ändern…


Meine Meinung:

Sowohl Titel als auch Cover bringen einen richtig in Sommerstimmung, besonders durch das ganze Grün und Rosa. Das Motiv finde ich zwar nicht so toll, aber auch es fügt sich gut in das Sommerfeeling ein. Nach dem Klappentext hatte ich zwar eine ganz schöne, aber eine bei Weitem nicht so überragende und intensive Geschichte erwartet. Wieder mal steht die Liebesgeschichte sehr im Mittelpunkt, jedoch gibt es zusätzlich noch ein großes Familiengeheimnis, das Delilah zu lüften versucht. Insgesamt ist das Buch jedoch keinesfalls kitschig oder einfallslos, auch wenn die Idee nicht gerade neu ist. Besonders durch Sarah Ocklers erfrischenden Schreibstil und dem Sommerfeeling, das sie mit ihm vermittelt, taucht man richtig in die Story ein.

Gleich zu Anfang erfährt man mehrere Dinge über Delilah, insbesondere über ihre Beziehung zu Finn, bei dem sie eigentlich nur vergessen will, und die vielen Dinge, die zur Zeit in ihrem Leben falsch laufen. Man lernt sie als meistens sehr vernünftiges, sehr sympathisches Mädchen kennen und im Laufe des Buches scheint sie immer erwachsener zu werden. Gleichzeitig lernt man in dem ersten Kapitel ebenso ihre Mutter Claire kennen, superorganisierte Geschäftsfrau und sehr ehrgeizig. Ihr Job scheint ihr wichtiger als Delilah zu sein, sie haben mehr oder weniger die ganze Zeit nur nebenher gelebt. Als Delilah dann Probleme macht und sich nicht wie die brave Tochter verhält, kühlt die Beziehung deutlich ab, was man sehr merkt. Die Beiden haben anfangs auf mich keinesfalls wie eine Familie gewirkt! Eine wichtige Rolle insgesamt spielt das Vertrauen: Dieses fehlt oft, vor allem in der Mutter-Tochter-Beziehung. So kann es auch erst zu diesem großen Familiengeheimnis kommen. Eigentlich finde ich Familiengeheimnisse meistens nicht so mitreißend, aber da Sarah Ockler es einfach großartig vermag, mit ihrer Sprache und den Bildern, die sie hervorruft, zu fesseln, hat mir dieses sehr gut gefallen. Jedenfalls ist ihr Erzählstil sehr intensiv, sie bringt Gefühle richtig gut rüber.

So auch die alten Erinnerungen Delilahs, als diese nach acht Jahren auf ihren damals besten Freund Patrick trifft. Diese Erinnerungen waren teilweise zum Schmunzeln, teilweise berührend, aber immer auch mit viel Sehnsucht verbunden. Jedenfalls sind auch bei mir wieder einige Erinnerung wach geworden und ich habe mir gedacht: „Mann, wie einfach und unbeschwert damals das Leben schien!“. Es war schön zu lesen, wie sich die zwei schnell wieder näherkommen und wie sogar mehr daraus wird, als nur Freundschaft. Patrick ist echt toll, humorvoll und charmant, und er hilft Delilah sehr dabei, mit den Antworten, die sie auf der Suche nach der Lösung des Familiengeheimnisses findet, umzugehen. Denn manche Dinge sind für Delilah echt aufwühlend und verändern viel. Kurz vor Schluss wurden die Gefühle noch mal heftig aufgemischt, das Ende ist jedoch nicht wirklich überraschen, aber es passt einfach. So ist das Buch insgesamt für mich rundum gelungen.

Fazit:

Ein schönes Sommerbuch mit einigem Tiefgang, das ich nur weiterempfehlen kann. Besonders Mädchen im näheren Alter von Delilah, also so 15 bis 18, wird das Buch bestimmt super gefallen! Von mir gibt es volle Punktzahl: 5 von 5 Punkten.

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